Pseudodiskussionen der Pseudokapitalisten

Da wettern also Obama, Krugman und überhaupt die ganze USA inkl. dem Rest der Welt über Exportüberschüsse. Oder nein… man muss sich als Überschuss erwirtschaftender auch veritabel verschulden wird gesagt. Nein, nein so tönt es aus Deutschland, verleiht dem Herrn Krugman aber einen Preis beim IFW. Die FAZ tönt es befürchten einige die USA könnten die nächsten Griechen werden.

Und überhaupt, so scheint es, müssen wir alle uns gleichzeitig an magere Jahre, enge Riemen und hohe Staatsverschuldung gewöhnen. Eine Quadratur des Kreises.

Sehen wir uns das ganze mit den Alkoholikern und Koksern doch noch einmal an.

Der turbo-Vorzeigekapitalist der chronisch über seine Verhältnisse lebt kritisiert den Kapitalisten der sinnlos und (real)wirtschafts(und damit wohlstands)schädigend Vermögen anhäuft…. und damit “lediglich” das im großen volkswirtschaftlichen Stile macht (und das besser) was jeder gute Kapitalist im Homeland des Kapitalismus als “Erfolg” angerechnet bekäme.
Wir Michel sparen, wir erwirtschaften Überschüsse und verleihen das an andere welche natürlich über Ihre Verhältnisse leben, Kredite konsumieren ohne Ende und sich hinterher beschweren. Wir machen also das was (stellvertretend genannt) Multimilliardäre und Banken tagtäglich machen und was als Inbegriff des alltäglichen im Kapitalismus Marke USA gelten könnte.

Ich gestehe freimütig ein das ich es den USA im Stillen gönne das sie prinzipiell derzeit mit oder besser wegen der eigenen Philosophie so richtig Baden gehen und regelrecht vorgeführt werden. Sie (die USA) verstehen das aber nicht und insofern ist es nur ein halber Genuss.

Doch wie sieht es aus mit den Schülern , dem IFW und co., Frau Merkel und Herrn Schäuble?

Das sparen und Subventionen streichen würde nur (und exakt) dann etwas bringen wenn mit dieser Maßnahme nicht gleichzeitig die Einnahmequellen des Staates negativ betroffen wären. Das halte ich jedoch derzeit für ausgeschlossen. Man muss de facto für jeden Euro den man nicht mehr “nach unten” verteilt mit einer Einbuße in der Realwirtschaft und damit eine Einbuße für den Staat (sowohl nominell als auch im Verhältnis) rechnen.

Es gibt im Endeffekt nur einen einzigen wirklichen Ausweg. Und der führt über eine veritable Umstrukturierung (nicht einmal zwingend prozentuale Erhöhung) der Steuern und Abgaben zu Lasten der Besserverdienenden. So kann man gleichzeitig der Realwirtschaft auf die Beine helfen und die Bemessungsgrundlagen erweitern.

Danach kann man darüber reden inwiefern Transferleistungen obsolet geworden sind (weil sie niemand mehr bräuchte).

Es sieht so aus das wir viele dieser Leistungen (gleich ob an HartzIV-Empfänger oder an NOKIA) nur deshalb auszahlen weil der Rest des Wirtschafts- und Steuersystems aus dem letzten Loch pfeift. Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen müssen alles und jeder alimentiert werden. Alimentierungen zu streichen ohne die Rahmenbedingungen zu verbessern ist der weg über den Abgrund hinaus.

Und so diskutieren wir also derzeit über Staatsschulden und auch um das „Staatssparen“. Nein, nicht wir… die Pseudos sind dabei größtenteils unter sich und reden sich die Gemüter heiß über etwas was man so gar nicht lösen kann.

Ich habe keine Ansätze, weder hier noch in den USA, gesehen welche darauf schließen lassen das man gewillt ist ein paar Rahmenbedingungen ins Gespräch zu bringen. Am ehesten vielleicht noch Obamas erste Idee mit einer Reform der Krankenversicherung in den USA.

Es werden weltweit in der Hauptsache Pseudodiskussionen geführt und das muss ein Ende haben.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: