Was Deutschland über Kredite gelernt hat.

So die Überschrift bei der New York Times. Was dann an Text folgt ist doch sagen wir durchwachsen. Tyler Cowen schreibt gegen Staatsverschuldung und staatliche Ausgaben, Wachstumsprogramme an.

Ob es richtig ist die Folgekosten der Einheit als ein Konjunkturprogramm zu interpretieren welches Keynes Ideen entspräche? Was ich nicht nachvollziehen kann ist, das Cowen schreibt das das Wachstum des westdeutsche Lebensstandards nicht mit dem Wachstum anderer wohlhabenden Staaten mithalten kann. Unsere Steuern wären immer noch hoch und die Resultate in Arbeit und Output gerechnet wären enttäuschend. In der Folge lobt er Deutschlands flexiblen Löhne, niedrige Arbeitslosenraten und den Unwillen Schulden zu machen.

Also Herr Cowen… schon Mitte/Ende der 80er hatten wir eher nicht zufriedenstellende Arbeitslosenzahlen. Die Staatsquote hat den Level von 1975 nicht mehr erreicht und schwankt zw. 43% und 49%. Bezieht man die SV (priv. Vorsorge USA, Schweiz) mit ein ist das nicht sonderlich hoch bzw. „normal“. Unser Lebensstandard ist hoch. Er wäre für einige höher wenn entweder die Löhne ggfs. nicht so „flexibel“ wären, was dann wohl mit einer höheren Staatsquote (z.T. Frankreich, Skandinavien, Benelux) oder der Wettbewerbsfähigkeit einhergeht…. oder er wäre ggfs. höher wenn wir auf Pump leben würden wie in den USA…. und ist der Lebensstandard in den USA höher?

Flexible, konkurrenzfähige Löhne, niedrige Staatsquote, keine Verschuldung… das ist das Optimum welches manche anstreben.

Increased spending is a quick fix for what are very often more fundamental difficulties

Das ist richtig… einfach mehr Geld in die Hand nehmen reicht nicht. Doch lieber Herr Cowen, es reicht auch nicht wie die Merkels der Nation einfach kein Geld in die Hand zu nehmen und sonst nichts zu machen… außer unser Wohlstandsniveau zu senken wie z.B. durch höhere Krankenkassen-Zuzahlungen. Und schon gar nicht darf man mehr Ausgaben mit höherer Verschuldung gleichsetzen. Und dazu sei noch historisch der Herr Brüning genannt. Das Cowen diesen nicht kennt muss man ihm als Amerikaner aber vermutlich nicht übel nehmen.

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