Ein Aufschwung mit Lohnerhöhungen und der Export

Wirtschaftsminister Brüderle findet, das wenn die Wirtschaft boomt, auch Lohnerhöhungen möglich seien. Das ist bemerkenswert, da Brüderle in der FDP ist welche nicht gerade dafür bekannt ist sich für Tariflohn-Erhöhungen von über 3% stark zu machen.

Hintergrund sind die guten Konjunkturdaten in Deutschland. Die können sich nach Ansicht des IWF-Chef Strauss-Kahn nicht halten. Er begründet dies damit das die Nachfrage innerhalb der Euro-Zone aufgrund der Krise zu niedrig wäre. Es gibt auch kritische Bemerkungen zum Aufschwung welche u.a. in Blogs zu lesen ist die argumentieren der Binnenmarkt in Deutschland selbst wäre zu schwach und man damit zu abhängig vom Ausland, respektive der Weltkonjunktur.

Strauss-Kahn halte ich nicht für glaubwürdig in dieser Hinsicht. Dem alten Busenfreund Lafontaines ist Deutschlands Wirtschaftspolitik, Lohnpolitik usw. so oder so ein Dorn im Auge und ich erwarte von ihm nichts objektives. Wenn es nach ihm ginge wäre Deutschland wohl zur Achse des (wirtschaftlich) bösen zuzurechnen und müsste doch irgendwann einmal endlich so schlecht dastehen wie man es der Gerechtigkeit wegen gerne sehen würde. In diese Kerbe schlagen auch andere, welche China und Deutschland grundsätzlich die Verantwortung für die global unausgeglichenen Handelsbilanzen geben. Gut – es wird so oder so mehr oder minder Haruspicium betrieben. Die Konjunkturdaten Deutschlands haben ja alle überrascht und die Hellsehereien von Regierung, Wirtschaftsweisen oder auch IWF zwischen 1% und 1,6% sind derzeit mit über 3% tatsächlichem Wachstum nur noch Makulatur.

Aber zurück zu Brüderle. Wir haben ja nun u.a. anhand von Auftragseingängen näherungsweise festgestellt das es der Exportsektor ist, welcher den Aufschwung trägt. Das ist in Deutschland bekanntlich nichts neues. Die Vermutung anderer das dies nur auf Kosten von Konjunkturprogrammen in anderen Ländern geschieht teile ich allerdings so nicht. Ich gehe davon aus das derartige Konjunkturprogramme im Regelfall vermehrt nationalen Character haben und erst im zweiten Schritt oder in vermindertem Umfang eine Außenwirkung entfalten. Sei dem wie es wolle, jedenfalls sind es sagen wir „Exportgewinne“ bzw. Gewinne im Exportsektor welche Herr Brüderle oder auch andere wie die nette Dame aus Frankreich (Lagarde) einst gerne im Land verteilt sehen wollen. Dagegen spricht m.E. wenig(*), das ist richtig so.

Die Frage ist nur: wie. Und da bin ich uneins sowohl mit Lagarde, Strauss-Kahn, Flassbeck, Lafontain, Brüderle – whatever, querbeet, meist ein paar Linke Ökonomen oder wie hier auch einmal ein FDPler.

(*) Ich sagte „wenig“ weil durchaus die Ansicht existiert, das wir Deutsche ein Kapitalpolster benötigen würden um unsere demographische Entwicklung aufzufangen… also das wir im „Deutschen Greisenalter“ etwas zum abschmelzen benötigen würden. Im obig verlinkten Artikel wird denn auch folgendes konstatiert:

During the next 30 years, the dependency ratio of the old (population share of 65 years and older) in Germany and China will increase dramatically relative to the US.

Das finde ich bemerkenswert, denn man spekuliert damit darauf das Chinesen und Deutschen im Schnitt älter werden und die USA dadurch aufholen. Soll wohl so eine Art „Trost“ darstellen. Angesichts von Millionen an arbeitslosen halte ich das für ein Argument welchem ich nicht vertrauen würde.

Schauen wir uns einmal etwas an, nämlich das Heckscher-Ohlin-Theorem:

Das Heckscher-Ohlin-Theorem (nach dem schwedischen Wirtschaftshistoriker Eli Heckscher (1919) und dem schwedischen Ökonomen Bertil Ohlin, auch Faktorproportionentheorem genannt) ist ein Theorem zur Erklärung der Spezialisierungsmuster im internationalen Handel. Es baut auf David Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile auf.

Geht man von einer unterschiedlichen relativen Ausstattung der Volkswirtschaften mit Kapital und Arbeit aus, so werden sich Volkswirtschaften mit relativ viel Kapital auf kapitalintensive Produkte spezialisieren, während Staaten mit relativ vielen Arbeitskräften sich auf arbeitsintensive Produkte spezialisieren werden. Ein Land exportiert daher jene Güter, in deren Produktion der relativ reichlich vorhandene Faktor vergleichsweise intensiv eingesetzt wird. Selbst wenn alle Volkswirtschaften mit denselben technischen Voraussetzungen ausgestattet wären, wäre somit eine Spezialisierung auf bestimmte Produkte sinnvoll.

Kurz gefasst vielleicht so: komparative Kostenvorteile haben als Basis und zur Folge das man Baumwoll-Plantagen wohl eher wenig in Deutschland findet und das besser einführt/einkauft und gegen etwas tauscht was wir hier haben. Gut – wir Deutsche haben eigentlich recht wenig im Tausch dafür anzubieten, zumindest was Rohstoffe angeht. Und da kommen wir evtl. auf eben dieses Theorem. Wir haben hier Kapital u.a. in Form von Maschinen, aber auch in Form von innovativen Ideen, Infrastruktur und auch so etwas wie „Bildungskapital“. Wir tauschen Wissen, Fertigung und (als Folge) Qualität z.B. gegen Rohstoffe und gepuhlte Krabben.

Als Folge daraus haben Krabbenpuhler und Baumwoll-Ernter bei uns schlechte Karten, keine Arbeit – während Ingenieure und Verpacker, die Automobilindustrie, Maschinenbau und High-Tech einen Absatz im Ausland haben welche im Verhältnis wenig Arbeitskraft aber sehr hohen Kapitalanteil in sich tragen. Das ist so lange ein zu bewältigendes Szenario wie sich der Außenhandel gleichmäßig entwickelt, sich gleichzeitig bzw. als Basis davon sich die Einkommensverhältnisse im Land selbst entwickeln und zudem (last but not least) sich das Tauschverhältnis „Kapitalintensive Arbeit“ zu „Handarbeit“ auf dem Globus nicht zu stark auseinander bewegen.

Der Effekt wäre sonst, das diese kapitalintensive Produktionszweige sehr viel Geld abwerfen welches dann zum einen den Kapitalbesitzern und zum anderen den i.V. wenigen zufließt welche in diesen recht selektiv ausgewählten Branchen arbeiten. Diese wiederum konsumieren die Arbeit welche „von außen“ kommt und billig ist – aber nicht in ausreichendem Maße um die Handelsbilanz wieder auszugleichen. Die Verteilung im Land selbst kann man womöglich bewerkstelligen indem man versucht Löhne der nicht verlagerbaren Arbeiten (wie einem Friseur) in die Höhe zu bekommen, was aber von Ausweichhandlungen wie Selbstständigkeit begleitet wird und zudem einen Wettbewerb der Industrieländer untereinander bedeutet, das Problem aber nicht angeht. Diese Vorgehensweise würde zudem dafür sorgen das dann zwar mehr Personen die Arbeit des Auslandes einkaufen könnten und die Handelsbilanz etwas besser dasteht, aber gleichzeitig eine höhere Arbeitslosigkeit eintreten kann. Das wäre eine Art bezahlte Arbeitslosigkeit weil man in einem Sektor, nämlich der kapitalintensiven und „arbeitsarmen“ Produktion im Verhältnis zum Ausland einfach zu gut ist und einen zu hohen(tm) Preis erhält den man gar nicht anders auszugeben in der Lage ist als dadurch das man Geld weiter verteilt. Oder man verlagert gleich andere, weitere Aktivitäten/Branchen ins Ausland indem man die inländischen Löhne weiter erhöht – auch das verbessert die Handelsbilanz im Sinne des Ausgleichs.

Die Problematik einer stabileren nationalen Wirtschaft teilt sich also auf.
A) Wie schafft man es speziell die Branchen zu besteuern welche Gewinne bzw. sehr hohes BIP im Auslandsgeschäft einfährt
B) Wie erhält man Arbeitsplätze im Land selbst bzw.
C) schafft es die Arbeitsplätze zu erhalten welche ein auskömmlichen Lohn trotz dem Spannungsverhältnis aus starkem Lohngefälle (oder Lohn-/Kapitalgefälle) gegenüber dem Ausland haben.
D) Wie kann man den Kapitaleinsatz und damit die Kapitalgewinne analog A) besteuern ohne das das Kapital und damit der Standortvorteil verschwindet den man als rohstoffarmes Land durchaus benötigt

Der letzte Punkt ist nicht ganz ohne. Denn ewig ist der Vorsprung nicht zu halten und auch nicht in diesem Maße. In der Tat dürften wir mit einem industrialisiertem China weltweit so unsere Probleme erhalten. Deutschland umso mehr, denn es verfügt nicht über andere Tauschmassen. Die Franzosen sind den Weg gegangen das sie die (Mindest)Löhne erhöhen, kürzer arbeiten (sowohl Wochenstunden als auch Altersmäßig). Mit dieser Methode welche nicht meinen Anforderungen an eine gute nationale Lösung entspricht hat man zwar Geld und das was an Arbeit im Land zu halten ist verteilt – ist aber recht anfällig, weil die Möglichkeiten nicht ausgenutzt werden und der Wohlstand (materiell wie immateriell) nicht den Level erreicht den man erreichen könnte. Kurz: es geht den Franzosen trotz dieser Maßnahmen nicht besser als uns Deutschen, das Problem ist nur über starke Eingriffe des Staates verlagert worden und ruft in der Zukunft absehbare und nicht mit diesem Instrumentarium zu bewältigende Probleme hervor.

Zu Brüderle noch einmal – ihn habe ich ja ganz vergessen. Eine Forderung nach mehr Lohn ist eine hehre solche. Es ist jedoch Aufgabe der Politik die Rahmenbedingungen zu schaffen in welcher die Einlösung einer Forderung auch einen Effekt erzielen können. Oder noch besser wäre es wenn man nicht gut verdienenden und in Gewerkschaften organisierten Arbeitnehmern 3,6% in die Hand drückt und denkt damit wäre das Problem gelöst, sondern wenn der Arbeitsmarkt so aussieht das aufgrund von Kräftemangel und nicht etwa sog. „Fachkräftemangel“ die Löhne automatisch im steigen begriffen sind.

To do: Lösung formulieren. Das werde ich hier demnächst vorstellen.

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Comments
3 Responses to “Ein Aufschwung mit Lohnerhöhungen und der Export”
  1. joguk1 sagt:

    Hm. Ganz interessant, aber mir fehlt die Richtung, der rote Faden, das Feindbild!? Die Aussage von Brüderle ist meiner Ansicht nach eher purem Populismus zu verdanken. Angesichts der deutlich steigenden Lohnnebenkosten droht der Regierung in der nächsten Zeit sicherlich Ungemach, da bietet sich die im Sinne des Staates zunächst kostenneutrale Lohnsteigerung zu Lasten der Unternehmen zur Beruhigung des plebs ganz gut an.

    Das Gejammer im Ausland entspringt der zeitgeistigen Neigung, eigene Probleme grundsätzlich nicht zu bearbeiten, sondern lieber über die lästigen und möglichst noch besseren Wettbewerber zu schimpfen. Frei nach dem Motto, wenn das Niveau sinkt, stehen die Schlechten relativ besser da.

    Ich denke, für Deutschland ist es wichtig, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Wir müssen gute und vor allen Dingen marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, die Verschuldung abbauen und uns vor allem keine Bange vor China oder anderen aufgehenden Sternen machen lassen. Es ist noch gar nicht gesagt, dass die Entwicklungen in den engen, uns bekannten Dimensionen verlaufen werden. Vielleicht erleben wr doch noch die ein oder andere Überraschung.

    Frankreich dagegen darf für uns überhaupt kein Maßstab sein. Die Franzosen gehen mit ihrer staatslastigen und interventionstischen Politik ein volkommenen Irrweg. Das kann man nicht nur anhand der Wirtschaftsdaten, sondern auch der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen gut erkennen.

    Ich bin gespannt auf die angekündigten Lösungsansätze.

    • aloa5 sagt:

      Ganz interessant, aber mir fehlt die Richtung, der rote Faden, das Feindbild!?

      Hallo joguk1,

      das kann schon sein. Ich habe die manchmal etwas hinderliche Angewohnheit sehr (bzw. zu) viel an Informationen in einen Beitrag zu packen und mich dabei etwas zu verzetteln. Es artet dann nicht in einer Bewertung anderer aus sondern in eine Informationsveranstaltung an Hintergrundinformationen – und der Leser muss (müsste) sich dann daraus seine Kritik wie hier an Brüderle oder der Politik selbst entwickeln. Daher kommt auch auf Twitter ab und an „ich versteh´ Dich wieder mal nicht“. Ich muss das Blog schreiben wohl noch etwas üben. 🙂

      Zum Thema. Ich weiß nicht ob man das als Populismus werten kann. Wäre Brüderle in einer anderen Partei hätte ich das auch gesagt. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen das Brüderle mit der FDP auf diesem Terrain Anhänger sucht. Was das Ausland angeht hast Du sicher auch recht. „Auch“ deshalb, weil die Wahrheit vermutlich irgendwo dazwischen liegt. Fehlverhalten sucht man gerade in der Politik immer bei anderen.Bemerkenswert ist diesmal das auch die USA mitmischen bei der „wenn es jemandem schlecht geht muss es jemand anderem gut gehen“-Rhetorik. Das ist ja m.E. pure Kapitalismus-Kritik. Diese ist ja Teilweise berechtigt, aber das die USA, dem Homeland des Kapitalismus sie äußern ist wie Du auch sagst ein Zeichen dafür Verantwortung bei anderen zu suchen. Kapitalismus ist demnach exakt dann schlecht wenn es den USA schadet. Frankreich eignet sich m.E. ganz gut für einen Blog um vermeintlichen Problemlösern (Mindestlöhne, Streikrecht, Staatsquote) den Zahn zu ziehen.

      Das mit dem Lösungsansatz konkurriert gerade (innerlich) mit einem Artikel zum BGE. Der Lösungsansatz ist als Mittel einfach aber in der Darstellung und Herleitung etwas komplexer. Die Gegenrede zum BGE wird zwangsweise episch werden (es ist sehr viel Material und ich bin im Thema „drin“).

      Grüße
      ALOA

  2. blackdrag sagt:

    Meine Gedanken zu deinen Punkten:
    A) Wie schafft man es speziell die Branchen zu besteuern welche Gewinne bzw. sehr hohes BIP im Auslandsgeschäft einfährt
    B) Wie erhält man Arbeitsplätze im Land selbst bzw.
    C) schafft es die Arbeitsplätze zu erhalten welche ein auskömmlichen Lohn trotz dem Spannungsverhältnis aus starkem Lohngefälle (oder Lohn-/Kapitalgefälle) gegenüber dem Ausland haben.
    D) Wie kann man den Kapitaleinsatz und damit die Kapitalgewinne analog A) besteuern ohne das das Kapital und damit der Standtorvorteil verschwindet den man als Rohstoffarmes Land durchaus benötigt

    zu A) Das Problem dürfte schon einmal sein, fest zu stellen wie viel Gewinn die Firma eigentlich mit dem Außenhandel macht. Billanztechnisch halte ich das für nicht ganz einfach, insbesondere wenn verschiedenste Produkte hergestellt werden, oder die Spannen unterschiedlich ausfallen… Zum Beispiel bei einem reinem Händler. Man könnte natürlich auch einfach sagen, ihr macht so und so viel Umsatz, davon entfallen x% auf den Außenhandel, also definieren wir x% eures Gewinnes als Außenhandelsgewinn. Das würde zwar nicht unbedingt die Wirklichkeit widerspiegeln, wäre aber einfach.

    zu C) Wenn man völlig gegen ein Grundeinkommen ist, dann bleibt eigentlich fast nur noch der Mindestlohn, ansonsten ist der auskömmliche Lohn nicht gewährleistet. Das ein Mindestlohn eventuell die Abwanderung von Industrie ins Ausland bedeutet ist IMHO ein Umstand den es dann zu akzeptieren gilt.

    zu B+C) Ein Schlüssel könnte sein, dass man versucht Arbeiten zu finden, die von ungelernten Kräften schnell erlernt werden können. Volkswirtschaft lebt ein Stück weit (ein großes Stück in einer modernen Volkswirtschaft) von der Spezialisierung. Meiner Meinung nach ist die heutige „Qualifikationsgeilheit“ etwas, was einerseits Ausdruck dieser Spezialisierung ist, aber andererseits dieser im Wege steht. Denn nur eine Elite kann sich dann noch der geforderten Spezialisierung stellen. Ist diese geforderte Spezialisierung denn aber auch tatsächlich notwendig? Muss man einen Uniabschluss in Informatik haben um Webseiten zu machen? Ich denke nicht. Das ist doch nur so, weil in vielen Firmen man eben einen hat, der sich darum kümmert und so nebenbei auch andere Sachen macht. Das ist aber genau keine Spezialisierung mehr, sondern hier wird im spezialisierten Gebiet ein Allrounder nachgefragt. Spezialisierung würde bedeuten die Webseitengestaltung einer anderen Firma zu überlassen, die dann vielleicht 10 Leute hat, wovon 1 Reviews macht, 1 sich um die komplizierten Dinge kümmert und 8, die sich um den stupideren Teil der Arbeit kümmern. Das braucht dann maximal 2 Hochqualifizierte, während die anderen Arbeiten auch von Schulabbrechern getätigt werden können, die sich entsprechend spezialisiert haben. Im Ausland gibt es Firmen die derartiges (nicht ganz so extrem) machen. In Deutschland habe ich davon noch nie gehört. Statt dessen haben dann 10 Firmen, jeweils ihren Uniabsolventen und beglücken diese mit langweiliger Arbeit an der Webseite. Das vermehrt die Absolventen nachgefragt werden liegt sicherlich auch an der Unmöglichkeit der beruflichen Ausbildung mit der Spezialisierung Schritt zu halten. Man schaue sich da zum Beispiel die Ausbildung zum Mathematisch-technischer Softwareentwickler an. Brauche ich tatsächlich Modelle der Diskreten Mathematik, Mathematische Modellierung, Methoden und Modelle und Algorithmen aus der Analysis/Linearen Algebra/Stochastik? Das Problem ist, dass 59 Wochen dieser Ausbildung. Der Rest der Ausbildung sind dann nur noch 86 Wochen. Würde man diese Zeit lieber mit der Intensivierung der anderen Bereiche verwenden, wäre vielen sehr geholfen. Die Lösung des Problems sehe ich leider auch nicht so einfach. Einfach nur jeden möglichst hoch qualifizieren kann es nicht sein, denn das kann einfach nicht jeder leisten. Statt dessen erscheint es mir sinnvoller, wenn man es Leuten gestattet eine gezieltere Ausbildung anzugehen, die mehr Spezial- und weniger Allgemeinwissen im Ausbildungsbereich fördert und vielleicht auf 2 Jahre reduziert ist. Das geht aber natürlich nur wenn die Industrie da auch mitmacht. Letztlich muss diese ja auch die Nischen für diese Leute schaffen. Wobei das sicherlich nicht nur an die Arbeitgeber geht. Es geht auch an die Ingenieure, die Maschinen entwerfen müssen, die auch einfach bedient werden können.

    Meine Antwort auf C ist also folglich nicht der Erhalt der Arbeitsplätze. sondern die Schaffung höherer Spezialisierung bei niedrigerer Allgemeinqualifikation. Diese Jobs werden natürlich nicht so gut bezahlt werden, wie ein Uniabsolvent bezahlt werden sollte.

    zu D) Mit A kann ich mich noch anfreunden, mit D hier aber nicht mehr so sehr. Was will man damit denn erreichen? Die Finanzierung des Staates?

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