Staatsbankrott und Währungsreform – aber aber, Herr Professor

Wobei es mich ja schon interessieren würde was Herrn Prof. Homburg zu einem Umdenken bewegt hat. Er lässt nämlich vom Spiegel (via dpa) verlauten das dies, nämlich Staatsbankrott und Währungsreform, unausweichlich und die Entwicklung unumkehrbar wäre. Dabei hat er noch 2009 auf die Frage ob in einem Jahr das Krisengerede vorbei wäre in der FAZ erklärt das er in den letzten Wochen „ordentlich Aktien“ erworben und „gut geschlafen“ hätte. Und das bei dem Thema wie ernst die Krise eigentlich sei. Sie würde nur dramatisiert meinte er. Müssen schon dramatische Umstände gewesen sein welche den „leading German economist“ (O-Ton SPON) dazu gebracht haben nun in griechischen Anleihen anstatt in Aktien zu investieren. Er schläft jedenfalls weiterhin gut.

Ein reicher Mann gibt einem armen Mann Geld. Der verdient aber immer noch zu wenig – aus verschiedenen Gründen, u.a. den Gründen weshalb der reiche Mann eben reicher ist. Irgendwann ist der arme Mann praktisch Pleite.

In der BWL, wenn es um eine Firma geht und der Kunde zahlungsunfähig wird spricht man des öfteren davon das weitere Ausgaben (z.B. Inkasso) oder gar Lieferungen dann ein hinterherwerfen von gutem Geld hinter dem bereits „schlechten Geld“ wären. Wir sind aber nicht bei BWL und Firmen sondern bei Wirtschaftskreisläufen, Angebot/Nachfrage und VWL.

On the long run we are all dead – insofern hat Kassandra Homburg mit der Bemerkung das irgendwann Staatspleiten und Währungsreformen anstehen vielleicht sogar recht. Sagen bekanntlich einige bereits seit der Einführung des FIAT-Geldes. Das derartige Äußerungen zielführend und sinnvoll sein sollen kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.

Comments
2 Responses to “Staatsbankrott und Währungsreform – aber aber, Herr Professor”
  1. Vielleicht späte Rache für Merkels Abfuhr?

    • aloa5 sagt:

      Auch möglich.🙂

      Jedenfalls erscheinen seine Einlassungen in dieser Hinsicht nicht wirklich schlüssig. Ich denke womöglich er hat die grundsätzliche Problematik welche sich u.a. durch Einkommensungleichverteilungen speist nicht ganz erfasst.

      Anno 2009 war alles noch nicht so schlimm mit der Begründung „wir (Deutsche) haben ja noch Arbeit“. Nun ist es so irgendwie trotzdem schlimm…. aber nur bei, durch und wegen den anderen bzw. weil wir diesen helfen.

      Grüße
      ALOA

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