Und täglich murmelt die FDP – Rösler, Steuersenkungen und Kirchhof

„Oh nein“ möchte man da sagen. Man mag es nicht mehr hören. Wenn ich nun den Artikel aus der Süddeutschen Zeitung kommentieren müsste würde es vor Sarkasmus triefen.

Da kann man machen was man will … die FDP macht es immer falsch.

Wissenschaft und Öffentlichkeit sind nicht begeistert aber die FDP ist auf dem richtigen Weg?? Von welchem Ursprungskurs wird da geredet? „Endlich daran“ machen und Steuerentlastungen durchsetzen?

Ich darf erinnern das die FDP noch nie was anderes wollte – und z.B. bei der Hotellerie gewissermaßen „angefangen“ hat. Sinn oder Unsinn – hin oder her. Die „Leistungsträger entlasten“ – juhuh. Bitteschön. Wie man bei der FDP aber darauf kommen kann das ausgerechnet diese Partei dabei untere Einkommen entlasten und hohe Einkommen belasten will ist mir absolut schleierhaft. Und das die FDP das Steuerrecht in diesem Sinne gerechter machen möchte muss ein bislang in den letzten Jahrzehnten gut gehütetes Geheimnis gewesen sein. Ich habe davon noch nichts mitbekommen. Ausgerechnet Kopfpauschalen- und PKV-Versicherungsberater-Rösler möchte die weniger verdienenden entlasten und alles „gerechter“ machen? Zumindest seit 2009 waren die wenig verdienenden nicht gerade die Gewinner, um nicht zu sagen die einzigen welche mehr gezahlt haben….

Und nun noch im Duett mit Kirchhof. Auch so eine Person mit Ideen welche sich bislang nicht oder niemandem erschließen. Das ist ja auch kein Wunder. Gehen wir einmal in das Jahr 2005 zurück zu einer wundersamen Streichliste mit angeblich 418 Punkten. Da muss ich doch glatt dem im letzten Beitrag noch durch mich gescholtenen Homburg hervorholen und zitieren: „Herr Kirchhof kennt die Liste selbst nicht„.

Wenn jemand mit einer Flatrate ankommt und das mit „Gerechtigkeit“ verbindet hat er schon per se schlechte Karten. Und, lieber Herr Beise(SZ) Glaubwürdig wird man entgegen Ihrer Aussage nicht dadurch das man bei seiner Meinung bleibt. Das was man vertritt muss auf dem Tisch liegen und einer Prüfung standhalten. Kirchhof ist womöglich authentisch – aber das macht ihn bzw. seine Ideen noch lange nicht glaubwürdiger als jemanden der seit einem Jahrzehnt ein Schild um den Hals trägt „das Ende ist nah“.

Und noch ein letztes – zu Kirchhof, zur SZ und zur FDP/Rösler:
wer immer mit Steuersenkungen ankommt erntet zu Recht Kritik und Skepsis. Man mag es (und damit zurück zum Eingang) ehrlich nicht mehr hören wenn erklärt wird das man im Subventionssumpf genug Posten hätte welche für eine Finanzierung taugen würden. Wenn jeder dieser „Steuersenker“ hingehen würde und statt diesen Senkungen aus dieser offenbar riesigen Masse heraus akzeptable Streichungen thematisieren würde… dann, und nur dann, wären diese Personen glaubwürdig. Alles andere ist heiße Luft. So heiße Luft wie das sog. „liberale Sparbuch“ dessen Haupt-„ersparnis“ auch nur darin begründet lag 7,777 Mrd Euro an Bundeszuschüssen an die ARGE zu streichen… und damit die Abgabenlast um diesen Betrag zu erhöhen (und welcher Hotelier wohl davon profitieren würde…). Abgesehen davon das mich interessieren würde was die FDP welche ja nun schon doch schon einige Zeit an der Regierung ist davon umgesetzt hat…. Die Regierung müsste ja im Überschuss schwimmen.

Es reicht jedenfalls nicht mit behaupteten potentiellen bzw. hypothetischen Einsparungsmöglichkeiten Senkungen zu fordern. Erst sparen – dann senken. Das zu verstehen kann ja wohl nicht sonderlich schwer sein. Nicht einmal für die FDP. Und nichts anderes als solches handeln wird am Ende auch von Griechen oder anderen gefordert.

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