55Mrd Problem geklärt – und nun?

Da hat man die Daten nach Brüssel gemeldet welche auf einer nicht testierten Bilanz beruhten. Das hat man nun korrigiert.

Damit hat man zwei Fehler. Die eine war die Meldung und der zweite das Fehler-Management nachdem aus dem ersten Fehler ein riesen Medien-Elefant gemacht worden war.

Falls sich jemand fragen sollte wie das kam sei der §254HGB genannt. Aufgrund dessen werden Saldierungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in Bewertungseinheiten (gleichartig und bei einem Partner) möglich und das Saldierungsverbot wird insofern aufgehoben. Man hatte es gegenüber dem Auftraggeber aufgesplittet und das wurde zuerst (fälschlich) gemeldet und dann später korrigiert. Das Saldierungsverbot über den §254HGB insofern aufzuheben ist auch praxisnaher und m.E. gerechtfertigt.

Man wäre wie so oft auch ohne Dramatisierung ausgekommen. Doch dann wäre es ja kein Skandal gewesen. Bei aller Kritik sollte man doch die Kirchen im Dorf lassen und sich darauf beschränken das zu kritisieren was tatsächlich kritikwürdig ist.

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Comments
2 Responses to “55Mrd Problem geklärt – und nun?”
  1. passbild sagt:

    Eine Dramatisierung der Lage liegt m.E. nicht vor. Panikmache hat in Deuthschland vornehmlich mit Vogelgrippe zu tun, manchmal auch die vom Schwein.

    Die aufgeregte Berichterstattung spricht mir aus dem Herzen, da das allgemeine Vorgaukeln von „nun haben wir die Krise aber überstanden und daraus gelernt“ nun wohl endgültig an Glaubwürdigkeit verlieren wird. Soweit ich miche erinnere, hatte die HRE schon bei ihrer ersten Einschätzung der benötigten Mittel Fehler in der Rechnung gehabt und am Ende mehr Geld vom Soffin bekommen.

    Spätestens dann hatte ich den Eindruck, man habe die HRE geprüft und ihre Geschäfte unter Kontrolle gebracht. Das letzte Woche ein Bernsteinzimmer im Keller der HRE gefunden wurde (der-postillon.com) erschreckt mich deshalb, weil ich auch in der aktuellen Währungskrise auf richtige Informationen aus der Politik angewiesen bin. Das Vertrauen in die Aussagen schwindet immer mehr.

  2. andena17 sagt:

    Ich denke, das eigentliche Problem ist, dass bei der Meldung der Staatsschulden an die EU nur die Verbindlichkeiten übernommen wurden ohne diese mit den Forderungen abzugleichen. Es macht auch nach einer Saldierung überhaupt keinen Sinn, aus einer Bankbilanz nur die Verbindlichkeiten rauszuschreiben, denn damit wird der gesamte Interbankenverkehr als Schulden gemeldet.

    Der wesentliche Fehler ist deshalb wahrscheinlich im Bundesfinanzministerium zu suchen, dort scheint man sich mit banken und deren Bilanzen noch nicht so recht vertraut gemacht zu haben.

    Gruß, Andena

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