Ökonomische Betrachtung des Bedingungslosen Grundeinkommens II – Löhne, Anreize und Preise

Hier nun der zweite und vielleicht letzte Teil. Der erste ist relativ unspannend, da die Größen um welche es sich dreht relativ fix gesetzt und statisch sind. Das etwas statisch z.B. „finanzierbar“ ist oder das wir theoretisch „die Welt ernähren könnten“ sind Rechenexempel. Machbarkeiten (im Gegensatz beispielsweise zur Finanzierbarkeit) scheitern in diesen Fällen nicht an statischen Berechnungen. Die Kunst ist nicht festzustellen „jeder könnte es viel besser haben“ – die Frage des „wie kommt man in der Praxis tatsächlich da hin“ ist spannend. Also gut, jetzt wird es aus meiner Sicht spannender.

Bisherige Teile:
Ökonomische Betrachtung des Bedingungslosen Grundeinkommens I – die Finanzierung
– Ökonomische Betrachtung des Bedingungslosen Grundeinkommens II – Löhne, Anreize und Preise (hier)

Die Lohnentwicklung

Grundsätzlich gehen viele offenbar davon aus das sich nichts grundlegendes ändert. Das sich bei einer Steuer von sagen wir 65% auf Einkommen und Gewinne (auch Transferentzugsrate genannt) nichts ändert kann man jedoch als schlecht möglich bezeichnen.

Straubhaar u.a. erwarten auch etwas anderes – aus gutem Grund. Straubhaar erwartet einen anfänglichen Lohnschock welcher die Löhne im unteren Lohnsegment deutlich nach unten zieht, da man ohne weiteres Zuverdienste unter der aktuellen Transferentzugs-Problematik annehmen kann (BGE=Aufstocker als Normalfall). Das kann man im übrigen ganz gut testen. Man muss nur den HartzIVern ermöglichen für einen Transfersatz von 65% arbeiten zu gehen (aktuell liegt der Transfersatz pauschal bei 100-200 Euro). Die zu erwartende Wirkung wäre ein massives ansteigen der Aufstocker und ein sinken des Lohnniveaus.
Nachdem der anfängliche Lohschock verarbeitet ist stabilisiert sich lt. HWWI-Modell die Lohnentwicklung wieder etwas, da nämlich (das schreibt Straubhaar nicht hin) dem BGE dadurch die Grundlage teilweise entzogen wurde und wieder viel mehr Menschen arbeiten gehen müssen und werden. Dann kommt ganz nach neoklassischer Lehre (Lohn ´runter, Beschäftigung ´rauf) „Vollbeschäftigung“ und diese führt zu einer Stabilisierung der Löhne bei etwa 4-5 Euro Stundenlohn. (Straubhaar Seiten 36 und 75 der PDF)

Die Grafik auf S. 36 (Straubhaar(1)) zeigt einen mittleren Elastizitätseffekt. Dort fällt der Lohn von 800 Euro auf knapp 500 Euro. Bei hoher Elastizität (wenn viele bereit sind zu arbeiten) würde bis auf 300 Euro absinken. Das bezieht sich aber nicht nur auf die Arbeitslosen sondern auf den kompletten unteren Lohnsektor. Dort werden alle Arbeiten billiger, so die Erwartung (und damit brechen die Steuereinnahmen weg). Es soll etwa 3 Jahre dauern bis sich das untere Lohnniveau etwa bei 500 Euro eingependelt hat. Wobei er relativiert und nur eine „grobe Richtung“ damit ausdrücken möchte mit „bedingt prognosefähiger Aussagekraft“. Die grundsätzliche Wirkung sollte jedoch damit klar sein.

Schauen wir uns die Ergebnisse von SIME-DIME aus Seatle und Denver (Milton Friedman) einmal grafisch an in Bezug auf das Arbeitskräfteangebot:

Bei 800 Euro (Seite 40) rechnet Straubhaar noch nicht mit einem dramatischen Rückgang des Arbeitsangebotes. Damit hat Milton Friedman damals auch nicht damit gerechnet, und die Werte lagen in den USA m.E. darunter, u.a. deshalb hat ein Mitarbeiter Friedmans, Burtless, das in der „ZEIT“ als Fehler bezeichnet.

»Die Erwartung war, dass die Menschen trotz des Geldes mehr arbeiten würden, weil die Anreize besser sein sollten als im herkömmlichen Steuer- und Sozialsystem«, erinnert sich Gary Burtless, der als junger Wissenschaftler an dem Versuch mitwirkte und heute Professor an der Brookings Institution in Washington ist. »Aber das war die größte Überraschung: Die Menschen arbeiteten deutlich weniger.« »Ich habe selbst bei Tobin studiert und war ein Anhänger seiner Ideen«, sagt Burtless, »aber heute weiß ich: Er und Friedman haben sich geirrt.« Das Problem: Je mehr die Bezieher ihre Arbeit einschränken, desto weniger Geld steht zur Umverteilung zur Verfügung.

Es wird damit gerechnet das im Bereich des Niedriglohnsektors – den anderen bearbeitet das HWWI-Papier nicht (er weiß warum) – 4mio Vollzeit-Äquivalente an Angebot bestehen. 2mio davon sind beschäftigt – zu heutigen Löhnen. Er geht davon aus das hinterher, bei hoher Elastizität etwa 2,5mio beschäftigt werden…. zu 500-600 Euro. Also wo heute 2mio zu heutigen Löhnen im untersten Lohnsektor arbeiten sollen später 2,5mio zu (noch) niedrigeren Löhnen arbeiten. Das ist ein „Kombilohn-Effekt“. Die Summe der Arbeitslöhne der 2mio davor und der 2,5mio nach Einführung wird sich ggfs. nicht sonderlich unterscheiden. Also sind diese +500.000 Arbeitnehmer unabdingbar zur Finanzierung. Man darf nicht verhehlen wozu es auch noch führt, nämlich zu einer größeren Abhängigkeit einer viel größeren Anzahl von Arbeitnehmern auf die Zahlung durch den Staat. Nicht nur diese 2,5mio sind damit gemeint sondern der ganze untere Lohnsektor bzw. in allen Lohnsektoren welche viele Arbeitslose und Arbeitssuchende aufweisen werden eine Absenkung der Löhne erleben. Wer bisher 1500 Euro netto verdiente wird als Kombilohn weniger erhalten (und nachfragen), da sich jemand finden wird der für weniger + BGE arbeitet.

Sehen wir uns einmal an was der Sachverständigenrat in Ihrer Analyse zu Althaus dazu schreibt:

…..Beide [um die reellen Kosten veränderten] Varianten sind zwar deutlich unattraktiver als die utopische Althaus Originalversion, aber dafür zumindest im Prinzip umsetzbar. Die Wirkungen dieser veränderten Versionen eines Solidarischen Bürgergelds auf Beschäftigung, Abgabenbelastung und Einkommensverteilung werden mit dem kombinierten Mikrosimulationsmodell STSM und dem Gleichgewichtsmodell PACE-L ermittelt (Drittrundeneffekte). Die Finanzierbarkeit der Vorschläge ist dann automatisch gewährleistet, da die Steuersätze endogen so bestimmt werden, dass die staatliche Budgetrestriktion eingehalten wird….Die ermittelten positiven Arbeitsangebotseffekte sind beeindruckend, aber letztlich nicht relevant. Sie ergeben sich in einer fiktiven Welt mit einer Finanzierungslücke von über 227 Mrd Euro, das heißt bei einem gigantischen deficit spending. Um eine Aussage über relevante Arbeitsangebotseffekte zu erzielen, muss diese Finanzierungslücke erst geschlossen werden. Auch sozialpolitische Revolutionen müssen rechnerische Zwänge − hier: die Einhaltung der staatlichen Budgetrestriktion − beachten….Wie zu erwarten zeigt sich, dass die den Vergleich der Variante 1 mit der Althaus Originalversion ausmachende isolierte Steuersatzerhöhung einen dramatischen Einbruch bei der Beschäftigung bewirkt. Die prozentualen Beschäftigungsrückgänge bewegen sich dabei für alle Segmente des Arbeitsmarkts in ähnlichen Größenordnungen…..In der ersten Alternative wurde die niedrige Transferentzugsrate von 50 vH beibehalten, aber der Einkommensteuersatz endogen auf rund 61 vH so angepasst, dass die staatliche Budgetrestriktion eingehalten wird. Diese Variante begünstigt die Transferempfänger, belastet aber die Steuerzahler. Sie führt zu einer gleichmäßigeren Einkommensverteilung, aber einer geringeren Beschäftigung, leicht höherer Arbeitslosigkeit und einem geringeren Bruttoinlandsprodukt.

Das ist der Effekt im unteren Lohnbereich. Dabei hat der Sachverständigenrat Zweit- und Drittrundeneffekte mit einbezogen also etwas in die Zukunft extrapoliert. Und es deckt sich mit o.g. empirischen Resultaten. Nehmen wir noch einmal SIME-DIME als Anhaltspunkt und nehmen nicht obigen „gemittelten“ Werte sondern die exakten, ausdifferenzierten derjenigen Gruppe welche ihre Arbeitsangebot am wenigsten eingeschränkt hat. Das waren die arbeitenden Männern in einer Familie („der Haupternährer“; weibliche Ernährer sind unter „female Heads“ separat aufgeführt). Da sind die vier verschiedenen Steuersätze berücksichtigt und der Verlauf der 5 Jahre, auch für die 3-Jahres-Gruppe. Diie Zahlen sind Prozentwerte im Verhältnis zur Kontrollgruppe, die Zweite Tabelle die Ausdifferenzierung für das zweite Jahr der obigen Tabelle auf die verschiedenen BGE(neg.ESt)-Höhen und Prozentsätze. Für diejenigen die das verwirrt: obige -9% im zweiten Jahr in der Zeile „total sample“ ist der Durchschnitt aus allen Werten der unteren Tabelle.

Nun noch ganz den Effekt im oberen Lohnbereich skizziert

Im oberen Lohnbereich der qualifizierten Arbeitsplätze ergibt sich etwas anderes als ich beim Sachverständigenrat oder anderen gelesen habe. Nur bei Straubhaar ergibt sich in einem Nebensatz ein Eindruck davon. Es sist nämlich so das dort Vollbeschäftigung herrscht. Ein BGE welches irgend etwas verändert, sei es
– die Eintrittsalter der Studierenden
– die Anzahl der Studierenden
– früheres Renteneintrittsalter
– längere Studienzeiten
– weniger Überstunden (z.B. AIPler)
– längere Kinderpausen
– mehr Teilzeitarbeiten

mag das zwar für die Einzelnen gewünscht sein oder sogar für die Gesellschaft in Bezug auf Kindervereinbarkeit im Einzelfall auch. Aber es führt zu einem Minus an Output was Stundenleistungen im Bereich Ärzte, Ingenieure, Controller etc. angeht, also alles was heute unter „Vollauslastung“ läuft. Das hat drei Effekte. Erstens sinkt das BIP zusätzlich zu dem sinken welches u.a. die Sachverständigen (und auch ich) für den unteren Lohnsektor sehen. Zum zweiten steigt wie aktuell schon durch die noch verstärkte Vollauslastung die Lohnspreizung. Das mag damals vor dem Boom bei den 1,6Billionen noch nicht so eingeleuchtet haben. Inzwischen hat sich aber (wie Blogleser wissen) die Sicht durchgesetz das Heckscher-Ohlin/Samuelson den Effekt an sich schon verursacht. Und dieses verstärkt sich je höher der Mangelk an qualifizierten Arbeitskräften wird. Während also bei den Qualifizierten der Mangel verstärkt werden wird, ist das im unteren Lohnbereich vorhersehbar nicht der Fall. Und das resultiert im übrigen gerade aus der Vorstellung heraus das Menschen grundsätzlich arbeiten gehen möchten. Das bedeutet das der untere Lohnsektor welcher viele Arbeitslose aufweist weiterhin nicht in den Mangel verfallen wird.

Daher noch einmal die Szenarien aus der Kombination Theorie Straubhaar, Althaus und Milton Friedman 70er und MINCOME in Kanada Ende 70er:

A) Die Arbeitnehmer spielen mit und arbeiten weiter (Grundeinkommen rel. niedrig). Dann sinken die Löhne im unteren Sektor, im oberen steigen sie (da knapper). Die Spreizung wird erhalten oder wird verstärkt. Ein positiver Effekt springt nur für etwa 500.000 Personen heraus, alle andere werden per Saldo Bestenfalls gleichgestellt bleiben, da sie ebenfalls von der Kombilohn-Wirkung erfasst werden. Im worst Case steigen die Preise oder die Finanzierung bricht durch das sinken der Löhne völlig weg. Das BGE sinkt unter das Existenzminimum und es kommt damit aus verschiedenen Richtungen das Ende des Versuches (sozial wie finanziell als auch in der Intention).

B) Die Arbeitnehmer spielen wie in den USA nicht wie geplant mit und ziehen sich zurück. Bei MINCOME in Kanada lag der Satz bei etwa 5665 Kan Dollar (umg. Wert 2004), was keine 400 Euro darstellen und hat im Schnitt „nur“ ein Absinken von 3-5% erbracht hat aber vergleichbare Ergebnisse wie die USA. Das hängt von Laufzeit und Höhe des BGE ab wie man anhand der -9% im zweiten Jahr sehen kann. Ein wegbrechen der Arbeitskraft-Basis erbringt aber ggfs. sofort die Wirkung aus A) und den fiskalischen Zusammenbruch. Man kann nur das an Leistung verteilen was erbracht wird. Je weniger gegen Entgelt erbracht wird, desto höher muss der Steuersatz und die Verteilungswirkung liegen, aber desto mehr wird gegen das System rebelliert werden und sich das BGE in Kaufkraft sinken.

Das ist der Saldo aus Studie und Empirie und es ist nicht „sonderlich“ anheimelnd und der Grund aus welchem sich keine „Linken“ Ökonomen innerhalb der Marktwirtschaft für eine Befürwortung eines BGE erwärmen können. Innerhalb eines quasi-Sozialismus oder des Kommunistischen Menschenbildes geht es natürlich.

Eine Möglichkeit C) sehe ich dabei nicht. Die Annahme das alle weiterarbeiten wie bisher und dies auch zu Löhnen wie bisher ist m.E. nicht haltbar. Sinken jedoch die Löhne durch die oben skizzierte Kombilohn-Wirkung sinken zwangsweise die Einnahmen auch wenn die Arbeitsleistung gleich bleiben sollte. Tritt Beides ein kommt es auch fiskalisch vorhersehbar zur Unfinanzierbarkeit. Wenn man schon einen Satz von 65% aus dem status quo heraus benötigt wären Sätze von gut über 70% schnell erreicht. Da die Anzahl von BGE-abhängigen Personen um mehrere Millionen steigt (Aufstocker=Normal) sind größere soziale Spannungen zu erwarten.

Fazit:
Es ist ohne weiteres möglich aus dem status quo heraus einen Finanzierbarkeit darzustellen. Die Problematik des Zusammenspiels zwischen dafür notwendiger konstanter Leistungserbringung bei ändern der Anreizsetzung und der unterschiedlichen Auslastung der Lohngruppen erbringt jedoch ein Problem bei der Darstellung der Machbarkeit. In diesem Licht betrachtet ist es auch ungeachtet der Intention auch vom sozialen Standpunkt schwer Vorstellbar das etwas positives daraus erwächst. Zumindest monetär. Aus Versuchen wie MINCOM ist bekannt das Schüler länger in der Schule verblieben, Mütter längere Erziehungszeiten nahmen und die Weiterbildung bei Erwachsenen zugenommen hat (Forget 2008, S.10/11). Das sind positive Dinge welche man mitnehmen und erreichen sollte, aber wohl lieber nicht auf dem Wege eines Grundeinkommens dieser Art.

(1) Straubhaar/HWWI 2007
(2) „Die ZEIT“ zum Grundeinkommen
(3) Sachverständigenrat Wirtschaft 2007/08
(4) Forget 2008
(5) SIME-DIME-Resultate

Comments
7 Responses to “Ökonomische Betrachtung des Bedingungslosen Grundeinkommens II – Löhne, Anreize und Preise”
  1. „Die Summe der Arbeitslöhne der 2mio davor und der 2,5mio nach Einführung wird sich ggfs. nicht sonderlich unterscheiden.“ – Das wäre ein sehr untypischer Effekt. Immerhin wird mehr produziert und von diesem Mehrprodukt werden auch die Arbeitnehmer einen Anteil erhalten. Übrigens läuft deine gesamte Argumentation auf die These hinaus: Am besten, die Hartz-IV-Bezieher bleiben für immer arbeitslos, gebt ihnen bloß keinen Anreiz zu arbeiten!

    • aloa5 sagt:

      Immerhin wird mehr produziert und von diesem Mehrprodukt werden auch die Arbeitnehmer einen Anteil erhalten.

      Das war bei der Aussage nicht der Punkt, sondern die besteuerbare Lohnsumme.

      Un das was Du meinst ist auch nur dann der Fall wenn per Saldo die Kaufkraft oder das zu Verfügung stehende Einkommen steigen. Wenn aber die Lohnspreizung steigt bleibt m.E. die Kaufkraft gleich. Dann wird für billigere Arbeiten zwar weniger, für qualifizierte aber mehr zu zahlen sein.

      Übrigens läuft deine gesamte Argumentation auf die These hinaus: Am besten, die Hartz-IV-Bezieher bleiben für immer arbeitslos, gebt ihnen bloß keinen Anreiz zu arbeiten!

      Im Gegenteil. Man soll ihnen schon einen Anreiz geben bzw. erst einmal eine offene Stelle. Natürlich kommt dies m.E. über sinkende Lohn..kosten. Doch der Effekt eines BGE trifft ja nicht nur ein paar weniger Arbeitslose sondern alle bis zum Bestverdiener. Wenn der positive Effekt – man könnte/kann arbeiten – dadurch aufgefressen wird das andere mehr verdienen und per Saldo nichts übrig bleibt und man trotzdem noch abhängig vom Staat ist hat man weder mehr Kaufkraft noch einen auskömmlichen Lohn welcher einen von staatlicher Zuzahlung befreit.

      Die Abhängigkeit davon wie hoch ein BGE ist, ist dann für alle im Lohnbereich sagen wir bis 1200 Euro enorm (das sind nur 420 Netto bei Straubhaar/Althaus). Das können im Extremfall 5-8mio Menschen sein welche mehr vom BGE leben als von Arbeitgeberlöhnen…. oder „würden“ wenn die Besteuerungsbasis durch die Lohnsenkung nicht schon zu weit abgesunken ist.

  2. Frankophon sagt:

    Arbeitsstundenzahl: eine Frage des Standpunktes.
    Eine Verringerung sehe ich als wünschenswert an. Es darf ja nicht entscheidend sein, wie viel Zeit „gearbeitet“ wird, sondern welchen Mehrwert diese Arbeit hat. Ich verzichte mal auf polemische Beispiele zu sinnloser Arbeit. Ob es für diese Verringerung ein BGE braucht, bezweifle ich.

    Dann hätte ich eine Anmerkung zu Straubhaar. Der gute Mann hat Probleme, die zukünftigen Rahmenbedingungen auch mit passenden Termini zu umschreiben. Der kann Statistik, hat sich aber noch nie mit der Bedeutung von Worten beschäftigt.

    • aloa5 sagt:

      Es darf ja nicht entscheidend sein, wie viel Zeit „gearbeitet“ wird, sondern welchen Mehrwert diese Arbeit hat.

      In der Marktwirtschaft wird das mit dem Marktpreis ausgedrückt. Und dieser setzt sich u.a. zusammen aus Material, sonst Kapitalaufwand und Arbeitsstunden – auf der einen Hand. Und auf der anderen Hand mit dem Geld das „man“ A) bereit und B) willens ist dafür auszugeben. Teilweise hat man es in der Hand, teilweise nicht.

      Das wird sich in Zukunft auch noch verschärfen wenn Rohstoffe knapper werden. Dann wird womöglich „Material“ (von Mais bis Erz) anteilig immer teurer – aber trotzdem oder gerade deswegen gesucht sein. Werthaltigkeit von Arbeitsleistung ist etwas ein Problem bei der Bestimmung. Gerade im Gesundheitssektor liegen Inanspruchnahme und Erwirtschaftungszeitpunkt i.d.R. eher weit auseinander was eine Akzeptanz schmälert.

      Ich bin aber durchaus dafür Kranken- und Pflegekassen zu stärken oder auch Pflege Angehöriger zu Hause als „Arbeitsplatz“ zu werten. Das fände ich innovativ.

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