Arbeit verschwindet…. nicht im Gesundheitswesen

Wir machen den Anstieg an Arbeitsnachfrage einmal an der Anzahl der im Sektor des Gesundheitswesen Beschäftigten fest:


(Quelle: destatis)

Nun sind „Beschäftigte“ ja einer Verwerfung unterworfen da der Begriff nicht Vollzeit- von Teilzeitbeschäftigten unterscheidet. Ich kann das auch nicht ändern, aber eingrenzen. Es gibt neben dieser Statistik auch eine welche das für Sozialversicherungspflichtig Beschäftige im Gesundheits- und Sozialwesen unterteilt in Voll- und Teilzeitbeschäftigte.

Vollzeit 2008: 2,11mio 2011: 2,26mio
Teilzeit 2008: 1,11mio 2011: 1,31mio

Teilzeitbeschäftigte sind angestiegen (+20%), Vollzeitbeschäftigte auch, jedoch in geringerem Umfang (+7%).

Das Marktvolumen beträgt aktuell etwa 300 Mrd Euro. Für das Jahr 2020 werden 520 Mrd Euro prognostiziert. Das medizinisch sinnvoll machbare soll sich bei etwa 1,2 Billionen bzw. 50% des BNE (Datenstand 2008) bewegen. Diese Daten habe ich teilweise einer Folie des Dr.Dr.h.c. Oberender von der Forschungsstelle für Gesundheitsökonomie Uni Bayreuth entlehnt zum Thema „Gesundheitswirtschaft aus makroökonomischer Sicht“.

Bemerkenswert dabei die Grafik und diese Überschrift dazu:

„Nicht die Kostenexplosion ist das Problem sondern die fehlenden Einnahmen im Gesundheitssystem“

Hinter dieser Äußerung kann man eigentlich nur mehrere Ausrufezeichen setzen, gerade auch hinsichtlich der Altersentwicklung welche mehr personeller Aufwand bedeutet.

Schlussfolgerung: Es könnten sehr viel mehr in diesem Bereich arbeiten und es werden auch immer sehr viel mehr dort arbeiten…. müssen. Das muss finanziert werden und an einer in Teilen anderen Finanzierung und auch an einer umfangreicheren Finanzierung als heute führt kein Weg vorbei. Dabei wird wie bei der Rente das Steuersystem das Mittel der Wahl sein.

Die Sozialversicherung hat m.E. weitgehend einen Character und/oder die Wirkung einer gedeckelten Steuer. Jedoch ist nicht wie bei den Steuern das Existenzminimum von der Abgabenpflicht ausgenommen und eine stärkere Progression ist nicht vorgesehen. Das führt in der Realwirtschaft – hier: dem Gesundheitswesen – zur Unterfinanzierung zugunsten der Finanzwirtschaft. Im Jahre 1960 waren nur 3% des BIP und der Beschäftigten im Gesundheitwesen tätig. Es sind heute etwa 5 mio Beschäftigte mit einem Marktvolumen von über 300Mrd und man munkelt das die Versorung mit Pflegeleistung „leicht“ verbesserungswürdig sei.

Die Finanzierung des Gesundheitswesens muss dringend einer Revision unterworfen werden.

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