Ach Du liebe „Zeit“ – Subventionsbericht Oettinger

Oettinger hat einen von seinen Beamten erstellten Bericht um ein paar Zahlen ärmer gemacht. Der Subventionsbericht sollte eine effizienteren Einsatz von öffentlichen Geldern ermöglichen. Er selbst hat die nennung der staatliche Förderung von Kohle, Gas und Co. gestrichen weil die Zahlen nicht sicher genug seien. Zuerst die Anmerkung das es falsch ist Zahlen zu streichen. Auch wenn es keine gesicherten geben würde könnte man Abschätzungen durchaus drin lassen. Muss man sogar wenn es darum geht Geld wirksamer einzusetzen.

Davon ab. Mich stört das (für mich) bei der „Zeit“ der Eindruck erweckt wird die EU sei Deutschland und erneuerbare Energien seien das einzige.

A)
Die EU ist nicht Deutschland. Man kann wohl schlecht an Rumänien und Polen gleiche Öko-Maßstäbe wie für Deutschland ansetzen. Die Bedürfnisse dort sind andere, die technischen Voraussetzungen auch. Sonderfälle wie die Steinkohleförderung in Deutschland mag es ebenfalls geben und habe nichts mit „nicht ökologisch“ zu tun sondern sind anders motiviert. Bei so vielen Staaten welche teilweise technisch noch recht rückständig sein dürften und man froh ist wenn eine neue Anlage eine alte Dreckschleuder ablöst ist auch bei konventioneller Förderung noch nicht einmal gesagt das sie per se „unökologisch“ ist.

B)
Selbst in Öko-Musterland Deutschland haben erneuerbare Energien nur einen Anteil von vielleicht 12% am Energiemix. Die übrigen 88% sind konventionelle Energien. Im Vergleich dazu bedeuten die auf Europa-Ebene anteiligen etwa 25% an der Förderung, das sie durchaus stark gefördert werden.

So etwas muss man weder schönreden noch unter der Decke halten. Alle Fakten auf den Tisch, sortieren und sorgfältig bewerten. Aber dafür ist jemand wie Oettinger wohl nicht der richtige. Anhand dieses Beispieles kann man jedoch durchaus sehen was die üblicherweise geforderte „Kontrolle durch die Politik“ teilweise bedeutet. Oder besser was sie nicht bedeutet: es ist keine Neutralität. Zumindest davon muss man sich verabschieden. Eigentlich. Bis zum nächsten Mal wenn „die Wirtschaft“ versagt hat. Ich stelle fest das es ziemlich egal ist wer bewertet. Cui bono – wem nutzt es – gilt immer. Oettinger ist eher ein politischer Dilettant. Deswegen wurde er ja auch zur EU versetzt. Ein Schelm wer dann böses dabei denkt was bei der Ansammlung strafversetzter Dilettanten an übergeordneten Regelungen herauskommt…..

 

 

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One Response to “Ach Du liebe „Zeit“ – Subventionsbericht Oettinger”
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  1. […] oder -förderung halten was man möchte. Fakten sind und bleiben aber Fakten. Das was Öttinger, “Zeit” oder Dörschner abliefern ist keinen Deut besser als das was sie kritisieren. Unglaublich wie […]



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