Schlaglich – USA wie geht es Euch?

Zum Einstieg für mich etwas leichte Kost. Ein paar Daten zum Zustand der Trump-geschüttelten Amerikaner. Und diese bevor der erwartete Dämpfer aus Asien kommt.

SNAP – die Lebensmittelkarten, das ALGII der Amerikaner. Für mich einer der Gradmesser welcher mir persönlich mehr als die Arbeitslosenzahlen gibt.

 

Der Überblick über die letzten Jahre als Jahreszahlen.

Jahresüberblik SNAP USA 2016

Und nun der Zusammenschnitt der Monate Oktober-Dezember der letzten 4 Jahre:

SNAP 4Mr2016 monthly

Man kann erkennen das es Verbesserungen gibt. Sehr zart, diese Pflanze wenn man einmal die 28mio Personen aus dem Jahr 2008 für den Vergleich heranzieht. Auch weil die Bezugsdauer m.E. zwischenzeitlich eine andere war/ist. Das Programm ist m.E: für eine Übergangszeit gedacht gewesen – nicht als Dauerlösung. Geringer Rückgang und mit 45mio immer noch weit, weit von den 28mio aus der Zeit vor der Krise entfernt.

Derzeit ist der amerikanische Traum das aus jedem im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht mehr Tagesaktuell. Das ist eine bittere Pille – und wer möchte das schon akzeptieren? Hieraus rekrutiert der erfolgreiche Macher Trump einen Teil seiner Wählerschaft. Aus der abstrakten Sicht verständlich, denn ein Misserfolg muss de facto Änderung herbeiführen.

Sehen wir uns das auch anhand zweier weiterer Datenreihen an. Die Anzahl der Beschäftigten und die Anzahl der als „aufgegeben habenden“ – die Inaktivitätsrate. Wir werden sehen wie das auseinander gedriftet ist.

Beschäftigung USA -2015

Inaktivitätsrate USA -2015

Wir sehen – die Beschäftigung ist wieder auf dem alten Stand – die Inaktivitätsrate steht jedoch immer noch auf Rekordhoch – für die Verhältnisse der USA wohlgemerkt [die inaktiven zählen m.E. nicht zu den Arbeitslosenzahlen]. Zum Vergleich lag der Wert in Deutschland vor HartzIV (2004) bei 43,1% und stand 2014 bei 39,6% [insb. die Frauen von 50,6 auf 45,2% gesunken].

Als Resumée sehe ich hier, das sich die Beschäftigten von den inaktiven Absetzen und sich die Sockel-Armut festigt. Das kurzfristigere „pendeln“ zwischen diesen Beiden Sektoren scheint die Ausnahme zu werden. Das ist die sog. „Langzeitarbeitslosigkeit“. Die eh´ schon große Kluft zwischen arm und reich in den USA scheint sich zu zementieren.

Wirtschaftlich sieht das nur mäßig gut aus. Konsumzuwachs (bei sich selbst) in der Breite ist aus dieser Position mit dem amerikanischen Sozialsystem schwer zu realisieren. Wenn Asien schwächelt wankt der Export, Billigprodukte haben Hochkonjunktur. USA – jetzt habt Ihr Trump zunehmend im Nacken… „macht ´was draus“. Oder wie im Netz von einem Blog-Kollegen bezüglich der AfD gesagt wurde „Face It“.

 

Es mag andere Sichten darauf geben – es ist ein Schlaglich.

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