Weltwirtschaft – how deep?

Nach der ersten kleinen Aufwärmübung nun eine weitere Momentaufnahme- die Weltwirtschaft.

Messen wir einmal anhand zweier Fieberthermometern, dem HARPEX wobei dort die Preise der Schiffe mit den aktuellen Waren darauf gemessen werden und dem Baltic Dry Index, etwas ähnlichem, wobei es dort um das verschiffen von Rohstoffen wie Kohle und Erz geht. Baltic Dry ist ein Frühindikator (m.E. also eher was wird an Bestellungen erwartet), der HARPEX ein aktuelle Momentaufnahme (m.E. eher was wurde bereits bestellt).

Womöglich erinnern sich Blogleser an ein Schaubild von vor 3 Jahren (^^) :Weltwirtschaftsaussichten sept2013

Vergleichswerte heutzutage sind

HARPEX: 363

Baltic Dry: 393

Ich möchte aber nicht ungerecht der Weltkonjunktur gegenüber sein. Der Baltic lag letztes Jahr um diese Zeit auch nur bei 515, HARPEX bei 504. Das sind Beides bereits traurige Werte. Noch ein Jahr davor (2014) lag der Baltic bei um die 1500 Punkten.

How Deep? Oder eher – geht es noch viel tiefer. Glaubt man manchen wie dem schweizer Felix Zulauf, dann wird es noch tiefer gehen, denn China wird als nächster Krisenherd ausgemacht.

 

Richtig scheint mir das viele in/nach China investiert haben – dem scheinbar noch einzig zuwachsträchtigen Markt, nachdem die USA und Europa dafür nicht wirklich taugten. Damit muss man erst einmal fertig werden – zumal die Chinesen ja (gerüchteweise ^^) auch so etwas wie Export betreiben sollen in die schwachen Staaten (im doppelten Wortsinn). Möglich das China eines macht, nämlich sich auf den Binnenmarkt konzentrieren. Das geht zentralistisch ggfs. leichter (ins besondere bei hohem eigenem Konsumpotential) und sperrt andere womöglich aus. Und das könnte sich evtl. nicht primär auf China sondern auf andere negativ auswirken. Und dann wird es richtig böse – die kleine Pflanze der leichten Erholung in den USA wäre zerstört und womöglich kommt dann noch ein Donald Trump dadurch befeuert ins Geschäft im Weissen Haus.

Tja. Wenn eine Zementfabrik wenig herstellt wurde ein Haus weniger gebaut und niemand investiert in die Fabrik. Null Prozent Zins hin oder her. Wenn die Chinesische Fabrik auch nur noch <2% abwirft, was dann? Etwas in die Richtung von Keynes Investitionsfalle anyone? Da geht denn die Münchener Rück vorgestern hin und sperrt testweise 20mio Euro oder so in den Schrank um dem Strafzins zu entgehen. In Ländern wo seit den 80ern (mit durch die USA) das Anlegen an Börsen für die arbeitenden als Altersvorsorge „in“ war etwas merkwürdig anmutend.

Das Huhn in Form einer realwirtschaftlichen Konsumorgie fehlt. Da können Deutsche so viel ausgeben wie noch nie… das muss schon etwas(! ^ ^ ) weitere Kreise ziehen damit sich der Gigant der Weltwirtschaft bewegt. Also nach oben – nicht nach unten.

 

Eigentlich ist die Fiskalpolitik – oder sagen wir „Realpolitik“ gefragt. Aber erzähle das jemandem dem Herrn Trump oder dem Herrn Schäuble – oder anderen, insbesondere den Finanzoberen in den sagen wir „Geldwirtschaftsgläubigen“ Regionen. Bankenrettung – ja. Konjunkturrettung… ja.. über die Banken.

Mehr können „die“ (sic!) nicht.

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: