Alles ganz einfach

Das haben wir alle schon erlebt. Wir haben eine Arbeit zu erledigen, sind unter Zeitdruck und gestresst. Dann will auch noch jemand etwas von uns. Kann der Mann oder die Frau, der Arbeitskollege nicht den Nagel einfach irgendwo in die Wand hauen wo es passt und uns jetzt in Ruhe lassen?

 

Was dahinter steht ist psychologisch erklärbar. Menschen stehen auf Ordnung und Struktur. Das hat man getestet mit Probanden welche man in Wühltisch-Mengen gestellt hat oder zwar in ein geordnetes Geschäft, aber mit sehr vielen mündlichen Anweisungen. Menschen versuchen Ordnung zu schaffen wo es geht – und wo nicht, dann an einer anderen Stelle zu Ordnen — eben zu vereinfachen. Das ist ein Kompensationsmechanismus. Es bedeutet nicht, das es an anderer Stelle auch tatsächlich einfacher geworden ist. Es macht durchaus einen Unterschied wo oben genannter Nagel in die Wand geschlagen wird. Es würde uns selbst auch zu einem anderen Zeitpunkt stören [und wird es später auch] wenn er an einem „falschen“ Ort in der Wand festsitzt.

 

Der Umgang mit Unordnung will gelernt sein

 

Der Kompensationsmechanismus funktioniert nicht immer. Wer rational versucht durchzugehen ohne ihn wird schier verrückt. Prüfungsangst ist eine Folge welche daraus herrührt und trifft häufiger „gescheite“ Menschen. Der Grund dafür ist, das diese manchmal nicht das Arbeitsgedächtnis durch Vereinfachungen entlasten können und im komplexen (auch emotional) hängen bleiben und sich verzetteln.

Manchmal kann man das auch ausnutzen. “Chaos in der Umgebung spornt dazu an, einfache Lösungen zu finden”, so eine Forscherin. Damit ist gemeint, das beispielsweise ein unaufgeräumter Tisch – welcher einen völlig überfordert – dazu führen kann das man in einem anderen Bereich verzweifelt nach einer einfacheren Lösung zu suchen nur um nicht durch Unordnung und Komplexität überlastet zu werden. Umgekehrt wird per Saldo also das finden einer komplexen Lösung in einem geordneten Umfeld ggfs. leichter fallen. Im Experiment hatten konservative (und tendenziell „ordnungsliebendere“) Menschen von initiiertem Chaos mehr profitiert als liberale. Letztlich geht es um das optimieren des fokussierens, denn Unordnung macht weder produktiver noch sorgt sie dafür das komplexe Sachverhalte urplötzlich ganz einfach und einfach zu lösen sind.

 

„Fanatiker erreichen sie nie. Deren Weg, mit Komplexität umzugehen, ist Radikalität.“ [Kohring; ZEIT]

 

Womöglich fragen Sie sich ob der Autor hier auf einer Seite zu Ökonomie und Politik plötzlich übergeschnappt ist. Mitnichten. Die Welt steht Kopf. Sparen soll urplötzlich nicht mehr gut sein – oder eben doch. Was gestern noch galt, vom guten Euro bis zur Weltmacht USA scheint nur noch Rauch – oder eben nicht, denn der Euro existiert ebenso noch…. Flüchtlinge kommen und wir sollen uns um sie kümmern obwohl unser festes Weltbild gerade wankt wie eine Hängebrücke.

Wer politische Phänomene wie Donald Trump oder die AfD verstehen möchte,

wer die vor allem in den USA aber auch bei uns grassierende Medienskepsis erklären möchte,

wer wissen möchte weshalb Ökonomen unbelehrbar scheinen und z.T. sind,

kommt um obige „Vereinfachungsregeln“ der menschlichen Psyche nicht herum. Insbesondere fragt man sich weshalb sich Deutsche welchen es im Weltmaßstab gesehen derzeit so gut geht wie noch nie ist es nur so erklärbar wie die Stimmung in Richtung Radikalisierung und Abwehrhaltung kippt. In anderen Ländern ist man uns da natürlich ob der größeren öknomischen Probleme „voraus“. In den USA brennt mit Trump die Hütte und in Paris wird schon lange auf Barrikaden demonstriert.

„Man kann die Augen vor Problemen verschließen, indem man den Überbringer schlechter Botschaften diskreditiert. Man findet sofort soziale Anerkennung, wenn man sich über Journalisten aufregt.“ [ZEIT]

 

Die Politik:

Hier stellvertretend Ein Satz des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein „In der Opposition kann ich über TTIP wunderbar schwadronieren… aber in einer Regierung muss man Kompromisse eingehen und Lösungen abliefern.“

Politiker müssen liefern. Das Volk mag keine Probleme sondern Lösungen. Einfache Lösungen wohlgemerkt. Wenn nicht anders machbar dann wenigstens einfache Schuldige. Zu erklären das dies alles nicht so einfach ist sondern oft rational erklärbarer Unfug ist wird, wenn man obiges im Hinterkopf hat, nicht viel einbringen. Leider führt eine lange Zeitspanne an chaotischen Zuständen der Welt um uns herum zu entsprechend „chronischer Irrationalisierung“ der Politik mit nicht absehbaren Folgen.

 

Die Medien:

Kohring in der „ZEIT“ hat teilweise Recht. Überbringer schlechter Nachrichten wie auch Kritiker der „Vereinfachungs-Revoluzzer“ haben es sicher schwer. Nur bin ich  selbst ebenso ein Kritiker, obwohl ich darum weiss. Einfach aus dem Grund weil die Medien sich eben nicht nur als Überbringer geben sondern durchaus Positionen beziehen welche rational ebenso fragwürdig sind. Ich habe die FAZ mehrfach auch dafür kritisiert in den letzten Wochen.

 

Die Ökonomen:

Die Ökonomen sind ein schwieriger Spezialfall. Wenn ein Ökonom trifft laufend auf viel zu komplexe Sachverhalte. Wenn ein Ökonom auf einen solchen trifft macht er etwas. Ein Modell. In selbigen streicht er alles weg und hat einen einfachen Zusammenhang. Dieser hat nichts mehr mit der Realität gemeinsam und ist als solches real nutzlos – lässt sich aber wunderbar für Ökonomen wie vor allem für Politiker für das erreichen von Zielen instrumentalisieren. Leider machen viele Ökonomen Fehler beim wieder „zurücktransferieren“ eines Modells in die Realität. Dies sind logische Fehler – keine rechnerischen. Um aus einer Abstraktion wieder in reales Geschehen zurückzufinden muss man sich überlegen was man zuvor weggestrichen hat.

Aktuell sind etliche Modellannahmen und übliche „Lösungswege“ zusammengefallen und taugen nicht. Sie taugen nicht, weil sie eben nicht in alle möglichen Umgebungsvariablen beachten. Die Lehr-Ökonome schwimmt. Das deren „Inhaber“ auch noch recht selbstsicher und arrogant daher kommen und sich Kritiken verbitten verbessert weder deren Ruf noch deren Fehlleistung. Bescheidenheit ist eine Zier, doch des öfteren fehlt sie hier.

 

Der Autor weiss im übrigen in mehrfacher Hinsicht wovon er schreibt. Wer sich einmal in einer Gruppe von „Komplexitätsverweigerern“ befand kennt die Dynamik welche das annehmen kann.

 

 

 

Comments
15 Responses to “Alles ganz einfach”
  1. Holger Lindner sagt:

    Nun ja… bei „Ökonomen“ ist der größte Fehler eben von „Kosten“ zu reden. Dabei ist das, was wir im Leben haben, schlicht und einfach nur ein Aufwand, am Leben zu bleiben. Dazu braucht man den „Kopf“ das „Kapital“ und ein wenig „Luft Wasser Erde“

    Der Mensch muss zum „überleben“ immer mehr „produzieren“ als er notwendig hat. Wenn man das erstmal kapiert hat, wird sehen, wie die „Ökonomie“ auch funktioniert. Ich sitze vor einer massiven Rot-Buche gucke von meinen Schreibtisch immer auf diese, und stelle mir die Frage, warum die doch tausende von Bucheckern jedes Jahr abwirft, (die gehen mir auf den Sender), obwohl keine davon auch eine Rot-Buche werden wird.

    • aloa5 sagt:

      Ökonomen würden fragen was es die Buche kostet und ein Modell für Fallrichtungen erstellen. Ob nun Vögel, Wind oder Dein Schreibtisch existieren, verteilen oder im Weg stehen wäre ihnen gleichgültig. Sie würden schliessen das der Baum unsinniges macht, da direkt unter dem Baum (direkte Fallrichtung des Modelles) eh´ kein anderer Baum Platz hätte.

  2. Holger Lindner sagt:

    Wir haben nun mal schlicht und einfach😀 das Finanzsystem der „Verschuldung“. An einem ganz „einfachen“ Beispiel kann man doch sehen, was passiert. Der Unterschied liegt dabei im Eigentumsrecht und dem Besitz einer Sache.

    Wenn ich ein Haus baue, und ich kann Grund&Boden zu 100% verbriefen und in einen „Kredit“ umwandeln, dann bekomme ich nur die „Tilgung“ als Kredit. Die „Verzinsung“ in welcher Höhe auch immer, ist nicht bei diesem Akt „geschöpft“. Nur die Tilgung. Der Witz an der Sache ist jetzt aber der, ich bin verpflichtet, ERST die Zinsen zu „zahlen“ und danach kommt erst die „Tilgung“. Wie geht das denn? Die Zinsen existieren ja als Geld noch gar nicht. Wie kann ich also die Zinsen erwirtschaften, wenn doch nur die „Tilgung“ geschöpft worden ist ?!

    Nehmen wir es so: Ich hab 300k Kredit bekommen, durch Abtretung meiner Eigentumsrechte an Grund&Boden. Durch eine Verzinsung, muss ich in den nächsten 30 Jahren 300k an Zinsen erwirtschaften. Also in 30 Jahren 600k irgendwo her bekommen. Wie geht das? Das geht nur, wenn sich ein Dritter für die 300k Zinsen verschulden kann. Ich kann es ja nicht. Jetzt muss ich auch noch hoffen, dass das „Geld“ auch noch in meinen Bereich bleibt und nicht auf den Bahamas oder in Delaware rum liegt. Ich bin Mittelstand und nicht im Export tätig. Also kann ich das nur schaffen, wenn ich die Möglichkeit habe, überhaupt an den Zins und an die Tilgung zu kommen.

    Mein Umsatz ist davon abhängig, wie viel Kröten Euronen in meine Umfeld vorhanden sind. Und dieses vorhanden sein, ist das NETTO meiner Kunden. Mehr nicht. Von diesen Umsatz führe ich Gelder als Steuern und Abgaben ab. Also das NETTO ist immer mein Umsatz, so lange die Kunden auch noch bezahlen können. Nichts ANDERES. BWL erste Semester. Umsatz nicht gleich Gewinn !!!

    Da ich nun aber weiß, dass alles NETTO auch einer Verschuldungsmöglichkeit bedarf, damit die Ocken überhaupt geschöpft werden, durch Verbriefung von Grund&Boden. Und da ich das „ökonomische“ Prinzip kenne, aus möglichst wenig Aufwand das Meiste an Gewinn zu erzielen, ja was ist dann da wohl los?

    Man reduziert das NETTO (Kostenoptimierung) genannt. Im Einkauf liegt der Gewinn begraben. Dadurch reduziere ich natürlich auch meinen Umsatz. Und ich reduziere die Bonität, also die Verschuldungsmöglichkeit. Ist so bleibt so… dadurch verringert sich natürlich auch die Geldschöpfungsmenge. Bei gleichem Output an „Gütern“. Dadurch müssen die Zinsen (Geldschöpfung) sinken. Die Folge der „Kostenoptimierung“. Dem „ökonomischen“ Prinzip.

    Ergebnis, wir Sparen uns DUMM. Was das mit einer Optimierung zu tun haben soll, bleibt für den Autor dieser Zeilen ein Rätsel.

    Sparen=Investieren? Wer auf solch einen Blödsinn kommt, kann nur „Ökognom“ sein. Wer von „Kosten“ redet ebenso.

    Zu Einfach?

    • aloa5 sagt:

      „Wie kann ich also die Zinsen erwirtschaften, wenn doch nur die „Tilgung“ geschöpft worden ist ?!“

      Ich schreibe der Bank eine Rechnung. Rechnungen („BIP“) sind Potentialgeld. Es bedarf keiner BIP-Steigerung dafür. Es muss jedoch dafür Sorge getragen werden das die „Zinsgeld-Schöpfer“ am Ende auch einmal eine Rechnung zu begleichen haben.

      Edit: als Beispiel. Wenn eine Bank mir 100.000EUR leiht, ich die behalte und die Bank mir 3% in Rechnung stellt habe ich 1 Jahr später also 100.000 EUR cash in der Hand, aber 103.000 EUR Schulden. Jetzt erstelle ich denen 1 Monat lang Charts und mache Schriftverkehr und berechne der Bank 3000 EUR. Ich zahle denen die 100.000 EUR cash zurück und die zahlen mir meine 3000EUR Rechnung. Ich bezahle mit den 3000 EUR auch noch die Zinsen – fertig.

      • Holger Lindner sagt:

        –> Es muss jedoch dafür Sorge getragen werden das die „Zinsgeld-Schöpfer“ am Ende auch einmal eine Rechnung zu begleichen haben.“

        Wie denn? Das ginge ja nur durch Entzug von Eigentumsrechten… und von der „Verschuldungsmöglichkeit“. Man sollte sich einfach mal die andere Seite vom „Gewinn“ anschauen, nämlich der „Insolvenz“ die gehört genau so dazu, macht aber kaum einer.

        Viele sagen: Schulden=Guthaben. Das ist aber auch nicht richtig. Es geht primär nur um die „Claims“ mehr nicht. Diese müssen dann „verteidigt“ werden. „Geld“ braucht es dafür überhaupt nicht. Das ist ja der Witz an der Sache. Es braucht Flugzeugträger um das „Recht“ auf „Eigentum“ durch zu setzen. Ohne funktionierende Exekutive funktioniert das System nicht. Was wir bräuchten wäre eine andere „Insolvenz“ Verordnung. Die „Pleite“ gehört eben zum Leben dazu, wie der „Reichdumm“…

        • aloa5 sagt:

          Icht wirklich (also formal nicht) der Entzug von Eigentumsrechten aber ein Verlust für Reiche. Das über Insolvenzen zu machen ist eine Möglichkeit dafür. Eine andere ist die der restriktiveren Besteuerung.

          Wenn man Insolvenzen präferiert hat man auch „nur“ das Ergebnis des „weiter so wie bisher“. Sprich: ein verschulden ist in bisherigem Maße notwendig und eine andere Besteuerung ist nicht gewünscht. Das halte ich nicht für Nachhaltig wirksam. Es bremst die Auswirkung, aber nur begrenzt. Je lockerer man die „Steuerzügel“ lässt, desto größer hinterher das Problem. Sieht man nicht zuletzt in Japan und den USA welche viele Jahre lang Steuerquoten von unter 40% gefahren haben bei gleichzeitig hoher Einkommensspreizung. Das geht auf Dauer nicht gut. Da muss man schon gewaltige Insolvenzberge versetzen.

          Wenn man bei der Besteuerung ineffizient ist führt das auch zu nichts. Beispiel dafür ist Frankreich, Belgien ebenso.

  3. Holger Lindner sagt:

    Ohh bitte kein „Edit“ sonst muss ich ja zurück „lesen“. Also die Geldmenge „muss“ ja „geschöpft“ (was für ein Wort) werden. Sonst wäre die ja nicht da. Dieses „Schöpfen“ funktioniert mal nun immer noch über die Verschuldung. Ich gebe Grund&Boden und erhalte durch die Verbriefung Geld. Dieses Geld ist im Grundbuch eingetragen, aber die Zinsen darauf nicht, die stehen in einem anderen Grundbuch auf Rangstelle 1 … Die Anzahl an verwertbaren m² oder m³ umbauter Raum und die Bewertung durch eine Bank bestimmen die Geldmenge. Nur durch Urbanisierung steigt die Geldmenge. Diese Urbanisierung von „nutzbaren“ Land, ist aber begrenzt. Dh die Verzinsung ist auch begrenzt. Denn es wird sonst kein Geld „geschöpft“.

  4. Holger Lindner sagt:

    Du setzt aber voraus, dass das Geld schon da ist. Würde ich ja auch gerne machen, dem ist ja aber nicht so. Ich kann ja auch „schöpfen“ bis der Arzt kommt. Aber zu was für einem Verhältnis denn? Siehe Simbabwe… Geld bekommt dann erst einen Sinn, wenn aus dem „Volk“ heraus, ein Sinn auch entsteht. Wenn ich zB 100 USD in der Hand halte, haben die immer einen anderen Sinn, als wenn Du die in der Hand hältst.

    Geld kann ich doch „schöpfen“ wie ich will. Hier ich schenke Dir 100.000 mach was draus. Bohre in der Wüste Gobi Wasserlöcher, mach damit was Du willst. Ohne das „Kapital“ ist „Geld“ gar nichts.

    Ist doch wie mit der Rente oder Hartz 4 es „kostet“ doch gar nichts. 99% gehen doch eh dem Staate wieder zu. 1% wird unter dem Kopfkissen noch nicht mal vergraben. Selbst wenn ich mir Gold dafür kaufe. Erst wenn ich das „gesetzliche“ Zahlungsmittel horte (ohne Verzinsung) entziehe ich es dem „Kreislauf“ der eh nicht existiert.

    Wenn ich nun Zinsen für das „Horten“ verlange, dann muss die Kohle doch irgendwer auch bereit stellen durch Verschuldung. „Helikopter“ wäre nicht das Schlechteste. Das ist auch keine Inflation. Inflation ist erst dann, wenn ich Geld habe, aber das Huhn sich weigert keine Eier zu legen. Das wäre Inflation. Der Rest sind nur Preise, und eine Frage der Verteilung des „Geldes“.

    Hat mir mal meine Ur-Omma erklärt. Ganz plausibel. Denn die hat die Hyper „Inflation“ mit gemacht. Das Ergebnis dieser „Inflation“ war nur einer „OPEL wurde zu General Motors“ mehr war da ja nicht. Eigentumsrechte eben.

    Meine Ur-Omma war aber in der Lage auf „Geld“ pfeifen zu können. Die „Hyper-Inflation“ hat die gar nicht gejuckt. Die Hühner haben weiterhin Eier gelegt.

  5. Holger Lindner sagt:

    –> Eine andere ist die der restriktiveren Besteuerung.“

    Ginge mit einer „Cash-Flow-Tax“ oder mal Tobien Steuer genannt. Nun können wir beiden aber raten, warum die nicht gewollt ist !? Hätte ich nichts dagegen. Wäre aber zu „Einfach“ nicht wahr?!

    Ich hätte ganz gerne nur eine EINZIGE Steuer. Dann könnte ich mir viel Aufwand der „Buchung“ ersparen. Wenn ich mir etwas kaufe, möchte ich von der „Steuerschuld“ befreit sein. Ich habe keinen Bock auf „Buchführung“ ist mir zu doof. Auch ein Fahrtenbuch, darauf hab ich auch keinen Bock. Bock haben nur Erbsenzähler darauf. Denn das ist ihr JOB Erbsen zu zählen.

  6. aloa5 sagt:

    Das Huhn kann sich für Inflation auch weigern Eier so billig abzugeben und die Eier seinerseits horten. Öl und so.

    Tobin-Steuer hat zu viele Schlupflöcher und Probleme, zumal sie auf Fluss und nicht auf Vermögen oder Einkommen zielt. Ungenaue Adressierung ist wiederum meist ineffizient, siehe das Beispiel Mindestlohn.

    Beim Zins für Hortung wird das Geld durch das gehortete bereitgestellt. Das wäre als solches nicht das Thema. Das Problem kommt dann wenn (da) das gehortete bereits Schuldgeld ist. Dann muss der hortende davon abgeben – das ist die eine Seite. Nur wer erhält es und was macht derjenige damit. Das ist das gleiche wie mit dem Helicoptergeld oder dem Mindestlohn. Wenn man sieht das rd 3/4 des Mindestlohnes in mittlere oder obere Einkommensgemeinschaften fliessen hat man wenn das Ziel „Armutsbekämpfung“ war daneben getroffen – und das auch noch potentiell kontraproduktiv. Bei der Besteuerung läuft das analog.

    • Holger Lindner sagt:

      Wen willst Du denn nun besteuern? Den Stock oder den Flow… ich bleibe dabei, ich würde den Flow besteuern wollen. Bei jeder Transaktion.

      • aloa5 sagt:

        Vermögen oder Einkommen. Es ist jedoch in grossen Teilen darauf zu achten wie es wieder in den Fluss zurück kommt. Effizienz ergibt sich aus Herkunft x Verwendung. Nimmt man beispielsweise MwSt-basierte Modelle wie die von „Mr DM“ ist man sowohl bei der Herkunft als auch auf der Verwendung bei der Giesskannen-Methode und hat null Effizienz. Das bricht solchen Systemen in Konkurrenz zum Ausland und in der individuellen Betrachtung das Genick.

  7. Holger Lindner sagt:

    Oder anders gesagt, das „Vermögen“ der Reichen juckt mich nicht. Die bleiben eh solange „reich“ solange einer „ihr“ Eigentum rechtfertigt oder beschützt. Ich besteuer den Flow… und wenn keiner Bock auf den Flow hat, dann ist das Geld eh „wertlos“ … wie die Goldtaler beim Dagobert im Schwimmbad.

    Wie gesagt, mein Umsatz steigert sich nicht durch die Besteuerung… im Gegenteil, mein Umsatz schrumpft. Weil der Staat eben nicht mit der Gießkanne das Geld verteilt. Ich kenne genügend Unternehmer, die an Staatsaufträgen „verreckt“ sind. Kann nicht jeder verkraften.

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