Eurokrise – Was kostet der Grexit?

Nachdem die Nachrichtenlage in Sachen Eurokrise über einen längeren Zeitraum nicht wirklich Neues ergeben hat – außer den üblichen dümmlichen Durchhalteparolen ala „Euro ist unumkehrbar“ und dem Malen von Schreckensbildchens ala „Ansteckungsgefahr“ – scheint sich nun langsam wieder etwas zu bewegen. Nachdem der finnische Außenminister Tuomioja den Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone thematisiert hat, scheint nun auch öffentlich bekannt zu werden, dass sich auch die EU-Kompetenz auf den Euro-Austritt Athens vorbereitet. Zeit, sich einmal kurz mit den Kosten für den Grexit zu beschäftigen.

Ein erstes sogenanntes Hilfspaket in Höhe von maximal 109 Mrd € – von denen insgesamt 73 Mrd € ausgespielt wurden – und ein Schuldenschnitt von 107 Mrd € sowie die bisher ausgespielten 74 Mrd € aus dem zweiten sogenannten Hilfspaket des EFSF haben also bislang anscheinend nicht ausgereicht, um die sogenannte Staatsschuldenkrise eines Euro-Minilandes in den Griff zu bekommen. Was da bisher an Geldern nach Griechenland floß sieht ungefähr so aus:

In den 26 Monaten seit der 1. Tranche im Mai 2010 sind (lassen wir mal die Mrd € für den Schuldenschnitt beiseite) „Hilfen“ aus der Eurozone in Höhe von 91 Mrd € an den griechischen Staat und die griechischen Banken geflossen, auf die Monate umgerechnet wäre das eine durchschnittliche Geldleistung von 3,5 Mrd €. Dazu kämen dann noch die ca 25 Mrd € Milliarden, die der IWF an Griechenland gezahlt hat. In Summe haben wir also eine monatliche Alimentierung in Höhe von annähernd 4,5 Mrd €.

Das was mit dieser Summe erreicht wurde kann man nur bedingt mit den Worten „äußerst ernüchternd“ ausdrücken, vielmehr ist das Ergebnis der vereinigten Rettungsaktionen „verheerend“ bis „katastrophal“. Dank der von der Troika verordneten brüningschen Austeritätspolitik liegt die griechische Republik in einer tiefen Depression wirtschaftlich vollkommen am Boden und auch das politische System ähnelt eher der Endphase der Weimarer Republik als einer stabilen Demokratie.

Der bereits überfällige Austritt Griechenlands aus dem Würgegriff der Eurozone wird zusätzliche Geldmittel kosten. Wenn wir unterstellen, dass die neue griechische Währung um jetzt ca. 55% gegenüber dem dann Rest-Euro abwerten wird, dann kostet der Ausstieg bei einer gegenwärtigen Staatsschuld von ca 310 Mrd € und einem Target2-Saldo von 110 Mrd € noch einmal 235 Mrd € (55% von 310+110 Mrd). Am Ende wird das Euro-Abenteuer Griechenlands mit allen „Hilfspaketen“ und der Abschiedssumme knapp 450 bis 500 Mrd € gekostet haben.

Und obwohl diese Summe sehr hoch erscheint, so ist es auf lange Sicht dennoch günstiger, jetzt einmalig eine griechische Währungsreform zu finanzieren, als diesen Staat noch weiterhin mit ca. 4,5 Mrd € monatlich auf Kosten der anderen Euroländer zu alimentieren, denn eine Gesundung Griechenlands innerhalb der Eurozone ist systembedingt nicht möglich.

Bleibt zu hoffen, dass die Eurojubelperser aus diesem Fiasko gelernt haben und schleunigst das gesamte Kunst-Gebilde EURO auf den Prüfstand stellen, bevor mit Portugal, Irland, Zypern und anderen Krisenstaaten das nächste Fiasko ansteht.

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Comments
8 Responses to “Eurokrise – Was kostet der Grexit?”
  1. Andena, ich finde du verkennst die Situation hier ein bischen. Es ging nie wirklich darum Griechenland zu helfen oder gar zu retten. Im Prinzip kann Griechenland ruhig pleite gehen und den Euro würde es eigentlich nicht kümmern. Das wäre allerdings nur der Fall, wenn eine Währung nichts mit Vertrauen zu tun hätte und wenn damals die Banken nicht so extremst miteinander verbunden gewesen wären, dass man garnicht mehr abschätzen kann was die Pleite einer mittelkleinen Bank für Auswirkungen hat. Die Hilfspakete waren nie dazu gedacht Griechenland zu retten, sondern das Bankensystem und den Euro. Die Paketen sollten auch nicht wirklich helfen, sondern ausreichend Vertrauen schaffen, dass der Euro noch bestehen kann. Das jetzige Vertrauen steht auf dünnem Eis. Es ist jetzt wahrscheinlich sicherer Griechenland pleite gehen zu lassen als am Anfang der Kriese, aber die Folgen sind noch immer schwer abzusehen. Es kann noch immer zum Kollaps des Euro durch Vertrauensverlust führen. Der Euro ist eben eine Währung und daher ist leider Vertrauen eines der Allerwichtigsten Faktoren.

    Dann noch etwas über die Hilfspakete… Die sind nicht an Griechenland als Staat oder Volk gerichtet, sondern richten sich an die Banken dort. Alle Gelder dort gehen letztlich in die Banken, nichts davon kommt bei der Bevölkerung an.

    • andena17 sagt:

      Hallo blackdrag,

      so wie ich das beurteilen kann ging es um beides. Dadurch, dass man Griechenland vor der Insolvenz bewahrt hat, wollte man den Märkten Stabilität innerhalb der Währungunion signalisieren. Der etwas sperrige Name des Gesetzes „WFStG zum ersten „Hilfspaket“ für Griechenland weist auf diese Doppelstrategie hin.

      Im Prinzip hat man mit dem 1. Paket nichts weiter gemacht, als mit Steuergeldern Insolvenzverschleppung zu betreiben mit dem Ziel, das Verfechtungssystem von Staatsschulden, Banken und Zentralbanken zu schützen.

      Die Währung spielt hierbei eine unmaßgeblichere Rolle, als das in den Qualitätsmedien und den Altparteien gerne dargestellt wird. Die Märkte und die Anleger haben schon längst begriffen, dass ein Euro in der BRD viel sicherer ist als ein Euro, der auf einem Bankkonto auf Zypern liegt.

      Ganz kritisch betrachtet ist der Euro nach wie vor lediglich eine Korbwährung von 17 auf den gleichen Namen lautenden nationalen Währungen. Diesem Umstand trägt ja auch die nationale Zuordbarkeit eines jeden Euro- und Cent-Geldstücks sowie der Euroscheine Rechnung.

      Das Problem der Eurozone liegt darin, dass die Wechselkurse der 17 nationalen Eurowährungen durch diesen Euro zementiert wurden und sich somit Wechselkursspannungen nicht mehr durch eine natürliche Abwertung der Währung abbauen können. Die Lösung dieses Problems ist dabei vollkommen einfach und beinhaltet sogar schöne Alternativen:

      Alternative 1 ist die Auflösung der Währungsunion und die Einführung eines europäischen Währungssystems mit freien Wechselkursen. Alternative 2 ist die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Währung incl eines vollkommenen interstaatlichen Finanzausgleichs incl der Sozialsysteme. Alternative 3 ist die Koexistenz von supranationaler Korbwährung für den Binnenhandel und einzelnen nationalen Komplementärwährungen mit freien Wechselkursen.

      Und anstatt das eigentliche Problem anzugehen haben unsere vereinigten Euro-Politiker lediglich auf Zeit gespielt und gehofft, dass man mit einer brüningschen Politik irgendetwas retten könnte. Dabei kann man den Politikern auch noch nicht einmal einen großen Vorwurf machen. Ich vermute, die Masse der Bundestagsabgeordneten stimmen im Falle der Eurokrise über Gesetze ab, die sie weder gelesen noch auch nur im Ansatz begriffen haben. Selbst die immer wieder gerne hochgelobten und mit warmen Professorensesseln ausgestatteten Wirtschaftsexperten sowie sonstige von den Qualitätsmedien gerne gezeigten Okönomen haben sich in der Eurokrise gründlichst und bis auf die Knochen blamiert.

      Die Schuld(tm) für das angerichtete Euro-Fiasko werden wir am Ende einzelnen Leit-Hammeln aus Politik und Wirtschaft zuweisen können. Herauszufinden, wer maßgeblich daran beteiligt war, ist eine mühsame aber dennoch wichtige Aufgabe.

      Gruß, Andena

  2. Lieber Andena17,

    der grösste „Euro-Jubelperser“ war Wolfgang Schäuble. Der hat Ende Februar dieses Jahres auf dem G20-Treffen in Mexiko so getan, als habe er die Eurokrise gelöst und seine „Hausaufgaben“ gemacht.

    Siehe hierzu den Artikel in „Spiegel Online“ mit dem Titel “G20-Treffen in Mexiko: Europa redet die Krise klein“ von Sven Böll.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/g-20-treffen-in-mexiko-europa-redet-die-krise-klein-a-817684.html

    Dieser Artikel berichtet darüber, dass Wolfgang Schäuble in munterer Laune auf dem G 20-Treffen in Mexiko das europäische Krisenmanagment und damit vor allem natürlich das deutsche Managment als erfolgreich und wirksam angepriesen hat. Auch hat er sich anscheinend über den badischen Wein ausgelassen, den er gerne trinkt.

    Sven Böll in diesem Artikel wörtlich: “Schäuble nutzt seine Rede vor den mehr als hundert deutschen und mexikanischen Unternehmern, um ihnen einen Volkshochschulkurs “Euro-Krise für Nicht-Europäer” zu geben. Modul 1 “Was bisher geschah” geht so: Die Mitglieder der Währungsunion haben in den vergangenen Monaten eine Menge erreicht – von der verschärften Konsolidierung ihrer Haushalte über Strukturreformen etwa auf den Arbeitsmärkten bis hin zur Verabschiedung des Fiskalpaktes, mit dem Budgetsünder leichter bestraft werden können. Auch für den “speziellen und einzigartigen Fall” Griechenland habe man erst einmal eine Lösung gefunden.

    “Europa hat seine Hausaufgaben gemacht”, das ist Schäubles zentrale Botschaft. Und für die lohnt es sich durchaus, mal eben übers Wochenende um die halbe Welt zu jetten. Zumal der Finanzminister die freudige Nachricht auch seinen G-20-Kollegen übermittelt. Die repräsentieren immerhin 90 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung, 80 Prozent des internationalen Handels und zwei Drittel der Weltbevölkerung. Es gibt Zielgruppen mit höheren Streuverlusten.

    Überhaupt ist in Mexiko viel vom Comeback des Alten Kontinents zu hören, allerdings vor allem von den Europäern selbst. Die Vertreter aus Brüssel, Berlin und Paris fügen nach dem ausführlichen Eigenlob gern hinzu, es sei nun wirklich mal an der Zeit, sich mit den Problemen anderer Regionen der Welt zu befassen.

    Besonders gern verweisen sie darauf, dass die Haushaltsdefizite in Japan und den USA zuletzt mehr als doppelt so hoch waren wie in der Euro-Zone. Auch Schäuble erwähnt bereitwillig, dass sich die Industrieländer beim G-20-Treffen im Jahr 2010 vorgenommen haben, die Haushaltsdefizite bis 2013 zu halbieren. Man müsse sich ja nicht immer neue Ziele setzen, man könne ja auch erst einmal die beschlossenen erreichen, fügt er lakonisch hinzu. “Italien ist ja bei der Budgetkonsolidierung deutlich erfolgreicher als die USA”, sagt ein deutsches Delegationsmitglied, spöttisches Lächeln inklusive.

    Mit ihrer “Tue ein bisschen Gutes und rede besonders viel darüber”-Strategie scheinen Schäuble und seine europäischen Kollegen bei ihren globalen Partnern Erfolg zu haben. Selbst der notorische Nörgler Timothy Geithner scheint, wenn schon nicht bekehrt, so doch zumindest beschwichtigt. “Man muss den Europäern zugestehen, dass sie in den vergangenen vier Monaten einiges erreicht haben”, sagt der US-Finanzminister bei einer Veranstaltung des internationalen Bankenverbandes IIF. Dass Geithner die Betonung süffisant auf “in den vergangenen vier Monaten” legt, geschenkt! Lieber mal eine spitze Bemerkung aus Washington als ständig dieses “You have to do more”.

    So erfolgreich die Dauerberieselung durch die Europäer vorerst auch sein mag, sie wirft, nun ja, eine Frage auf: Wie passt das alles zusammen? Einerseits rufen die Euro-Staaten so etwas wie den Anfang vom Ende ihrer Krise aus, andererseits wollen sie den Rest der Welt noch immer um Hunderte Milliarden Dollar anpumpen. Auch nach diesem Wochenende bleibt es einer der größten Streitpunkte der G-20-Staaten, ob und wie der Internationale Währungsfonds (IWF) mehr Ressourcen bekommt – nicht nur, aber vor allem, um Krisenstaaten in Südeuropa im Fall der Fälle besser helfen zu können.

    IWF-Chefin Christine Lagarde will den Währungsfonds zusätzlich mit 600 Milliarden Dollar ausstatten. Mit 200 Milliarden Dollar soll ein Drittel davon aus Europa kommen. Das Gros müssen damit die außereuropäischen Industriestaaten und die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika beisteuern. Die USA haben bereits erklärt, dass sie kein Geld lockermachen werden.”

    Tja, und jetzt, ein halbes Jahr später, ist Griechenland definitiv Pleite und die Eurozone steht am Abgrund.

    Und der Euro ist nicht mehr ein „Kunstgebilde“ als jede andere Währung. Allerdings sind Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ganz offensichtlich völlig mit der Aufgabe überfordert, den seinerzeit schlecht konstruierten Euro zu reparieren und die PIIGS-Staaten aus der Krise zu führen.

    Es hat nicht viel Sinn, Milliardenpakete an Krisenstaaten zu geben, wenn man im Gegenzug diese Krisenstaaten dazu zwingt, eine selbstmörderische Austeritätspolitik durchzuführen.

    Im Klartext: Nicht die Griechen haben dieses Geld zum Fenster rausgeschmissen. Wolfgang Schäuble und Angela Merkel haben diese Milliardenpakete zum Fenster rausgeschmissen, beziehungsweise sie haben damit unter anderem den deutschen und anderen europäischen Banken Zeit gekauft, um sich aus Griechenland geordnet zurückzuziehen.

    Und sie haben Zeit gekauft, damit die reichen Griechen ihr Geld aus Griechenland wegschaffen konnten (nach Berlin, Zürich oder London).

    Auf der Ebene der europäischen Oberschichten und europäischen Banken haben wir in der Tat ein gemeinsames Europa. Da werden Angela Merkel und Wolfgang Schäuble schon darauf achten, dass diesen reichen europäischen Oberschichten in Griechenland und den anderen PIIGS-Staaten und den europäischen Banken nichts geschieht.

    Anders sieht´s mit der Mittelklasse und Unterschicht in Griechenland und auch in den anderen PIIGS-Staaten aus. Denen geht es jetzt an den Kragen, obwohl in allen diesen Ländern vor allem eine korrumpierte Schicht aus unfähigen Wirtschaftsführern und Politikern für das jeweilige Desaster verantwortlich war.

    Aber seien wir mal ehrlich: Auch in Deutschland ist es nicht soviel anders. Die oberen zehn Prozent haben Geld bis zum Abwinken. Und im unteren Segment arbeiten die Leute für Dumpinglöhne oder als sogenannte Hartz-IV-Aufstocker. Wir sollten nie vergessen, dass der Neoliberalismus ein internationales Phänomen ist. Und er funktioniert überall im wesentlichen gleich. Und Angela Merkel und Wolfgang Schäuble sind im Grunde auch inkompetent und kopflos und wissen nicht, was sie tun.

    Und Verlierer gibt es auch in Deutschland jede Menge, und stinkreiche Gewinner natürlich auch.

    Und in den „Bauspekulationscasinos“ USA, Spanien und Irland haben auch die deutschen Banken fleissig „mitgezockt“. Und natürlich haben die deutschen Banken auch den Pleite-Staat Griechenland finanziert, ohne die Bonität des Landes ausreichend zu prüfen.

    Tja, so läuft das Anfang der achtziger Jahre. Aber in den Medien hetzt man die europäischen Völker gegeneinander auf (nach dem Motto: Solide Deutsche gegen verschwenderische Südeuropäer).

    Hauptsache die europäischen Unter- und Mittelschichten, auch die deutschen Unter- und Mittelschichten, kapieren nicht, wie sehr sie von den Medien, den neoliberalen Lobbys und den von ihnen gekauften Politikern verarscht werden.

    • andena17 sagt:

      Hallo Klaus,

      man kann wohl zu keinem anderen Schluss kommen, als dass uns da immer wieder von Laienschauspielern im Gewande von Politikern ein immer wieder neu inszeniertes Schauspiel vorgeführt wird. Und als treue Zuschauer sollen wir jedesmal applaudieren, wenn eine neue Szene dargeboten wird. Kritisch hinterfragen wird dabei gar nicht gerne gesehen.

      Auch süß finde ich, dass die Akteure glauben mit marzialisch klingenden Worten wie „Bazooka“ oder durch das Hantieren mit großen Zahlen wie „ESM mit 2 Billionen“ einen Sonderapplaus einheimsen zu können. 😉

      Dabei müsste es den Euro-Politiker doch so langsam dämmern, dass man mit noch mehr Zentralbankgeld und einer noch größeren Geldschöpfung keine Waffe gegen die Eurokrise in der Hand hält, sondern einen astreinen Brandbeschleuniger. Ich halte die Vorstellung dieser Komödianten für irrrwitzig, man könnte „Märkte“ beruhigen, indem man ihnen noch mehr Spielgeld zur Verfügung stellt.

      Genau das Gegenteil wäre sinnvoll gewesen.

      Aloa und ich hatten vor Jahren einen Programmantrag ausgearbeitet, der Maßnahmen enthielt, die tatsächlich eine „Bazooka“ gegen das irre Treiben des Finanzsystems bedeuten würden wie zBsp die Erhöhung des Inflationskorridors und des Mindestreservesatzes, die Ausweitung der Mindestreservepflicht auf Interbankenkredite sowie die Einführung eines flexiblen Zinssatzes. Faktisch haben wir als eine der wenigen vor Jahren bereits die Fehlentwicklung im Euroraum vorhergesehen und Vorschläge zur Lösung entwickelt, die darauf abzielten die Eurozone im Bestand zu erhalten.

      Mittlerweile halte ich es wegen der Verschleppungspolitik für nicht mehr finanzierbar, Griechenland in der Eurozone zu belassen, und auch für die anderen Wackelkandidaten wird es langsam eng, wenn nicht endlich tiefgreifende Reformen im Eurosystem vorgenommen werden, die die Ursachen für die Eurokrise beseitigen bzw flexibel ausgleichen.

      Gruß, Andena

      • LIeber Andena17,

        Ich zitiere folgende Bemerkung aus Deiner obigen Antwort, die ich für völlig richtig halte und hiermit zustimmend unterstreichen möchte: „Mittlerweile halte ich es wegen der Verschleppungspolitik für nicht mehr finanzierbar, Griechenland in der Eurozone zu belassen, und auch für die anderen Wackelkandidaten wird es langsam eng, wenn nicht endlich tiefgreifende Reformen im Eurosystem vorgenommen werden, die die Ursachen für die Eurokrise beseitigen bzw flexibel ausgleichen“.

        Genau so sehe ich das auch. Wenn man jetzt noch Griechenland retten wollte, würde das viel mehr Geld kosten, als es im Jahre 2009 hätte kosten können, als die sogenannte „Griechische Finanzkrise“ ausbrach.

        Und auch für die anderen PIIGS-Staaten wird das Zeitfenster für diese möglichen tiefgreifenden Reformen immer kleiner und geht langsam, aber sicher definitiv zu.

        George Soros ging Anfang Juni von einem Zeitfenster von ca. 3 Monaten aus für grundlegende, stabilisierende Reformen in der Eurozone.

        Remarks at the Festival of Economics, Trento Italy:

        http://www.georgesoros.com/interviews-speeches/entry/remarks_at_the_festival_of_economics_trento_italy/

        Mittlerweile haben wir Mitte August und die europäischen Politiker machen jetzt absurderweise ihre „Sommerpause“ (=verschwenden kostbare Zeit). Und immer noch ist nichts Fundamentales geschehen.

  3. Daniel Stawizki sagt:

    Hallo Andena,

    ich schreibe meine Diplomarbeit über ca. 40 Seiten über dieses Thema.

    Ich würde mich freuen wenn Sie sich mal per Mail bei mir melden könnten.

    Tolle Beiträge.

    Viele Grüße,

    Daniel Stawizki

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